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Lokales Hausbesetzung in Dresden geht weiter – Kontakt zum Eigentümer
Dresden Lokales Hausbesetzung in Dresden geht weiter – Kontakt zum Eigentümer
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14:45 19.01.2020
Die Hausbesetzer zündeten auf dem Dach der Villa Pyrotechnik. Quelle: xcitepress
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Dresden

Seit Freitag hält eine Gruppe Aktivisten ein Gebäude an der Königsbrücker Straße besetzt. Der Protest gegen Mietwucher in Dresden soll auch in der kommenden Woche fortgesetzt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Besetzung weitergeht und werden das Gelände erst verlassen, wenn wir einen Nutzungsvertrag oder ähnliches haben“, teilten die Organisatoren, die sich unter dem Namen „Wir besetzen Dresden“ zusammengefunden haben, am Sonntag auf Anfrage mit.

Wohn- und Begegnungsort statt Ruinen

Mit dem Grundstückseigentümer Argenta Group, zu der auch die benachbarte Dental Kosmetik gehört, stehe man in Kontakt. Für die Dresdner Polizei ist die Besetzung nach eigenen Angaben derzeit kein Thema, weil der Besitzer bisher nicht um Unterstützung bat. Die Eigentümer behielten sich jedoch vor, weitere Schritte einzuleiten, teilten die Beamten am Samstag mit.

Die Freitag und Samstag vor dem Gelände stattfindenden Demonstrationen wurden von der Polizei abgesichert und verliefen friedlich. Am Freitag hatte die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Die Linke) eine Spontandemonstration angemeldet. Am Samstag unterstützten die Musikgruppe Banda Internationale eine von der Gruppierung „Ende-Gelände“ angemeldet Demonstration. Die Ortsgruppe der Piraten Dresden solidarisierte sich ebenfalls „vorbehaltlos“ mit der Aktion.

Die Banda Internationale gab vor dem Haus ein Konzert. Quelle: xcitepress

Das Bündnis „Wir besetzen Dresdenhatte am Freitag das Grundstück an der Königsbrücker Straße 12 bis 16 mit drei leerstehenden Häusern besetzt. Ziel sei es, das verfallende Gelände als Wohn- und Begegnungsort unabhängig zu nutzen, hieß es. Am Sonntag berichteten die Akteure über viel Zuspruch. „In den Gesprächen wurden meist Solidaritätsbekunden, Anerkennung und Freude über die Wiederbelebung des Geländes ausgedrückt“, teilte das Bündnis im Internet mit.

Die Besetzer verwiesen auf Konzepte, wie das Gelände als Wohnraum und soziales Zentrum genutzt werden kann: „Diese Pläne liegen der Argenta Group vor. Dazu zählen ein Gemeinschaftsgarten, eine offene Fahrradwerkstatt und Vortrags- und Konzerträume.“ In Dresden und vor allem in der Neustadt würden seit Jahren Mieten steigen und Menschen verdrängt. Die Wohnungslage werde durch Profitinteressen bestimmt und „nicht durch die Frage danach, wie eine gerechtere Stadt organisiert sein könnte, in der alle Menschen ein gutes Leben führen können.“

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Von dpa/fkä

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