Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Haus vom Wirt des Dresdner Luisenhofes brennt aus
Dresden Lokales Haus vom Wirt des Dresdner Luisenhofes brennt aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:32 29.07.2019
Brennender Dachstuhl eines Hauses. Quelle: Roland Halkasch
Anzeige
Wilsdruff/Dresden

Das Wohnhaus von Carolin Rühle-Marten und Carsten Rühle – den Betreibern der bekannten Gaststätte Luisenhof auf dem Weißen Hirsch – ist in der Nacht zum Sonntag abgebrannt. Das Wirtsehepaar bewohnt mit seinen Kindern ein Reihenhaus in Wilsdruff. Glück im Unglück: Familie Rühle und auch die Nachbarn konnten das Haus rechtzeitig verlassen, so dass niemand zu Schaden kam. Der entstandene Sachschaden sei jedoch immens.

Das Reihenhaus von Familie Rühle in Wilsdruff vor dem Brand. Quelle: Anja Schneider

„Wir hatten am Sonnabend eine große Hochzeit im Luisenhof und ich bin erst nach Mitternacht nach Hause gekommen“, berichtet Carsten Rühle. Er habe sich noch ins Wohnzimmer vor den Fernseher gesetzt, „um ein bisschen runterzukommen“. Seine Frau und die kleine Tochter hätten geschlafen. „Plötzlich war das Signal vom Fernseher weg, beim Fernseher im Schlafzimmer auch, das war schon ungewöhnlich“, schildert der Luisenhof-Wirt das Geschehen.

Anzeige

Er sei dann ins Bad gegangen, um sich zu waschen. „Ich habe im Flur ein Knistern gehört, bin raus und ins Büro, um nachzusehen, woher das kommt.“ Als er im Büro die Luke zum Spitzboden öffnete, habe er das Feuer gesehen. Carsten Rühle holte Frau und Tochter aus dem Bett, weckte die Nachbarn und verständigte die Feuerwehr. Der große Sohn, der mit im Reihenhaus lebt, habe in dieser Nacht auswärts geschlafen.

Bis etwa 4.30 Uhr am Morgen hätten die Kameraden gelöscht. „Die Dachstühle zweier Eingänge des Reihenhauses brannten aus“, heißt es im Polizeibericht. „Was das Feuer nicht zerstörte, hat das Löschwasser gemacht“, sagt Carsten Rühle. Sein Haus ist nicht mehr bewohnbar. Er fand mit seiner Familie erst einmal bei den Schwiegereltern in Grumbach eine Unterkunft.

„Das Leben ist mit einem Mal auf den Kopf gestellt. Viele persönliche Erinnerungsstücke, Fotos aus der Kindheit, sind verbrannt“, sagt Carsten Rühle mit Bedauern. Trotzdem wirkt er gefasst. „Das ist alles schlimm. Aber das Wichtigste ist doch, dass wir alle gesund sind. Das Leben geht weiter“, meint der Wirt gegenüber DNN. Und er betont, dass dieser private Schicksalsschlag auf den Betrieb des Restaurants Luisenhof auf dem Weißen Hirsch keinen Einfluss hat. „Wir haben ganz normal geöffnet.“

Von Catrin Steinbach