Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Das sind die Pläne für den „Hansaplatz“
Dresden Lokales Das sind die Pläne für den „Hansaplatz“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:04 12.09.2019
Im Bild ist rechts der Platz hinter dem Bahnhof Neustadt zu erkennen. Die Straßenbahnhaltestelle auf der Hansastraße soll nach links rücken, der Fernbushalt mehr Platz bekommen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Es ist eine der tristesten Ecken von Dresden – und trotzdem für viele Besucher der erste Eindruck von der Stadt. An der Hansastraße hinter dem Bahnhof Neustadt kommt an, wer mit dem Fernbus anreist oder von den Bahnsteigen kommend nicht den Weg zum Schlesischen Platz wählt. Ein rumpeliges Pflaster, eine ungepflegt aussehende Grünanlage, ein viel zu schmaler Gehweg und die an dieser Stelle zur Autobahnbreite ausgewachsene Hansastraße bestimmen das Areal. Doch das soll sich nun ändern. 2020 wollen Dresdens Stadtplaner ein Gesamtkonzept dazu erstellt haben, wie der Platz künftig aussehen kann.

Die Stadtplaner springen damit auf einen schon fahrenden Zug. Denn das gesamte Umfeld der Hansastraße am Bahnhof Neustadt steht vor einem Wandel. Zum einen grenzt das Areal an den Alten Leipziger Bahnhof, der zu einem Wohn- und Gewerbegebiet entwickelt werden soll. Eine der Ideen dabei: Die Bahnbögen zur Hansastraße sollen geöffnet werden, was dieser einen viel offeneren Eindruck verschafft und auch neue Wege entstehen lässt.

DVB verrücken Haltestelle auf Hansastraße

Zudem planen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), die Haltestelle „Bahnhof Neustadt (Hansastraße)“ komplett umzugestalten. Sie liegt auf einem Grünstreifen mitten auf der Hansastraße und ist ausgerechnet vom Bahnhof aus mehr schlecht als recht zu erreichen.

Das zu ändern, ist zwar nicht der Hauptgrund für die Arbeiten an der Haltestelle. Die wird vor allem barrierefrei umgestaltet und für die neuen, breiteren Stadtbahnwagen angepasst. Der Umbau wirkt sich aber besonders stark auf das Umfeld aus. Denn nach den Plänen der Verkehrsbetriebe rückt die Haltestelle ein Stück in Richtung „Alter Leipziger Bahnhof“ und bekommt von beiden Seiten ordentliche Zugänge mit Ampeln – die sich entsprechend auf den Fußverkehr hinter dem Bahnhof Neustadt auswirken.

Außerdem wollen die Verkehrsbetriebe die Straßenbahntrasse auf der Hansastraße unter den Bahngleisen am Bahnhof Neustadt erneuern. Auch dort geht es vor allem darum, die Gleise für die neuen Stadtbahnwagen anzupassen, die auf der dort verkehrenden Linie 3 so schnell wie möglich fahren sollen. Dabei soll aber auch gleich der Fuß- und Radverkehr so gut wie möglich sortiert werden – so weit es der knapp bemessene Platz zulässt.

Denn vor allem Fußgänger und Radfahrer haben Probleme, die Hansastraße zu queren. Sie müssen in der Regel an zwei Ampeln warten, wenn sie zum Bahnhof wollen. Einige dieser Probleme könnten mit dem Umbau behoben werden.

In diese Richtung denkt der Neustadtgrüne Klemens Schneider, der vor allem einen breiteren Geh- und Radweg zwischen Bahnhof Neustadt und Lößnitzstraße fordert. „Dort fahren viele Radfahrer auch entgegen der Fahrtrichtung, weil sie sich den Umweg über die Hansastraße sparen wollen“, begründet Schneider. Er fordert, diesen faktischen Zweirichtungsverkehr durch einen entsprechenden Umbau zu legalisieren. Abwegig ist dieser Gedanke nicht, auch wenn dafür die Fahrbahn der Hansastraße verlagert werden müsste. Die Verkehrsbetriebe schaffen durch den Umbau der Straßenbahn-Haltestelle den Platz dafür – ganze zwei Meter an Breite werden gewonnen.

Zu diesen Vorhaben hinzu kommt ein privater Investor, der Wohnungen und Gewerbe zwischen Bahnanlagen und Hansastraße bringen will. Dabei soll der historische Lokschuppen, der sich allerdings noch in Bahnbesitz befindet, als Stadtteilhaus mit Gastronomie oder einem Sportangebot ein neuer Treffpunkt werden – so die Überlegungen des Architekturbüros TSSB.

Dabei wird auch das Porsche-Autohaus am Zusammenfluss von Großenhainer und Hansastraße einem Wohn- und Bürogebäudeweichen. Mitten in all diesen Planungen liegt der Platz hinter dem Bahnhof Neustadt, den die Stadtplaner Hansaplatz getauft haben.

Hansaplatz muss Fernbussteige aufnehmen

Dort sollen einerseits Parkplätze neu sortiert und teils überdachte Abstellanlagen für Radfahrer errichtet werden. Vor allem geht es aber darum, ordentliche Bussteige für Fernbushalte zu schaffen. Ziel sei es dabei, die auf dem Platz wachsenden Bäume so gut es geht zu erhalten. Ein Problem dabei ist allerdings, dass die Fahrbahn auf dem Hansaplatz zwar als öffentlich gilt, aber teils der Deutschen Bahn, teils einem Privateigentümer gehört.

2020 sollen all diese Vorhaben unter einen Hut gebracht sein. Das ist ambitioniert, aber auch nötig. Denn schon 2021 wollen die Verkehrsbetriebe die Gleisanlagen am Bahnhof Neustadt umbauenund im Sperrschatten dieser Arbeiten auch die Haltestelle auf der Hansastraße verlegen.

Und auch der Investor trödelt nicht. Neben dem Porsche-Autohaus haben die Arbeiten auf einem Grundstück an der Großenhainer Straße schon begonnen. Dort ist ein Bürogebäude geplant.

Von Uwe Hofmann

Die Nebenstraße ist eine gern genutzte Verbindung, um mit dem Fahrzeug von der Teplitzer Straße schneller in Richtung Gruna und Striesen zu gelangen. Doch nun müssen Autofahrer Umwege in Kauf nehmen.

12.09.2019

Dresden hat in diesem Jahr schon in 180 Fällen personenbezogene Daten von Demonstrationsanmeldern an den Verfassungsschutz weitergegeben. Die Grünen wittern einen Skandal und fordern einen Stopp dieser Praxis. Die Versammlungsbehörde sieht sich im Recht.

12.09.2019

Im Asylbewerberheim an der Pillnitzer Straße kam es im März zu einer blutigen Auseinandersetzung, die beinahe tödlich endete. Der Angeklagte muss sich nun vor dem Amtsgericht verantworten.

12.09.2019