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Lokales HTW Dresden gründet Firma „Grünerdüngen“: KleePura soll 2018 die Baumärkte entern
Dresden Lokales HTW Dresden gründet Firma „Grünerdüngen“: KleePura soll 2018 die Baumärkte entern
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14:30 05.11.2017
Klee schmeckt nicht nur Schmetterlingen gut. Die Pflanze speichert besonders einfach in ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft und andere wichtige Nährstoffe.
Klee schmeckt nicht nur Schmetterlingen gut. Die Pflanze speichert besonders einfach in ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft und andere wichtige Nährstoffe. Quelle: .
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Dresden

Die junge Dresdner Firma „Grünerdüngen“ hat einen „Bio“-Dünger aus Klee entwickelt, der Kleingärtnern und Hobby-Bauern mit ökologischer Ader entgegenkommt. „KleePura“ ist laut „Grünerdüngen“ anders als andere Biodünger frei von „Schlachtabfällen und Reststoffen aus konventioneller Landwirtschaft“. Entwickelt wurde er von einem Team an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden, das aus diesem Projekt heraus das Unternehmen „Grünerdüngen“ gegründet hat.

Die Firmengründer Simon Scheffler, Torsten Mick und Beate Wunderlich machten sich dafür die besonderen Eigenschaften von Klee zunutze: Diese besondere Pflanze speichere besonders einfach mittels Sonnenenergie und Knöllchenbakterien in ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft und andere wichtige Nährstoffe. „Bio-Landwirte nutzen diese Fähigkeit des Klees seit jeher in ihren Fruchtfolgen für die Erzeugung gesunder Lebensmittel“, betonen die Unternehmer. Sie entwickelten daher unter der Leitung von Prof. Knut Schmidtke an der HTW-Professur Ökologischer Landbau ab 2013 ein Verfahren, um den Acker-Klee zu Pellets zu verarbeiten, die neben Stickstoff auch Phosphate, Kali und weitere Nährstoffe für Pflanzen enthalten. Seit 2017 vermarkten sie in ihrem Startup „Grünerdüngen“ die Klee-Pellets im Naturkostfachhandel. „Ab 2018 wird KleePura auch in regionalen Baumärkten erhältlich sein“, kündigte die HTW an.

„Damit haben wir ein erstes Düngemittel, das tatsächlich aus einer regenerativen Energiequelle, nämlich dem Sonnenlicht, bereitgestellt wird“, schätzte Prof. Knut Schmidtke ein. „Das hat grundlegende Signalwirkung zumindest für den ökologischen Gemüsebau.“

Das Konzept hat auch den sächsischen Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) überzeugt: Er hat die Firmengründer sowie HTW-Professor Schmidtke mit dem Sächsischen Umweltpreis 2017 ausgezeichnet.

Von Heiko Weckbrodt