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Dresden Lokales Gute Aussicht für die Bastei
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07:36 12.02.2019
Visualisierungen Panorama-Rundweg Bastei Quelle: Büro planundbau
Lohmen

Seit über zwei Jahren ist der vordere Teil der Plattform an der Bastei gesperrt. Die Felsnase darunter sei porös und nicht mehr standsicher, hieß es damals von den Gutachtern. Der wohl berühmteste Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz – seither mit einem Metallgitter versehen und nicht mehr zugänglich. Doch jetzt gibt es neue Hoffnung für den Touristen-Hotspot.

Der vordere Teil der Plattform an der Bastei bleibt dauerhaft gesperrt. Quelle: imago stock&people

Das Dresdner Büro „planundbau Tragwerk + Statik“ hat gemeinsam dem Inhaber des „Berghotel Bastei“, Dieter Schröter, ein Lösungskonzept entwickelt. Dieses sieht einen Rundweg vor, der sich wellenartig um und über die bröckelige Felsformation windet. Die Konstruktion soll seitlich auf Stahlträgern liegen, die wiederum fest im stabilen Hauptfelsen verankert sind. Die Bauplaner halten es außerdem für realisierbar, den Boden und die Geländer des Steges ganz oder teilweise zu verglasen. „Die Umrundung des Basteifelsen würde so für einen zusätzlichen Nervenkitzel sorgen und ein ganz besonderes Erlebnis schaffen“, so Ingenieur Ronald Jugl vom Büro „planundbau“. Kostenpunkt des Rundweges nach ersten vorläufigen Schätzungen: rund 800 000 Euro.

Visualisierungen des Panorama-Rundwegs an der Bastei. Quelle: Büro planundbau

Das Konzept als Stein des Anstoßes

Ursprünglich hatte der Freistaat gehofft, in diesem Jahr mit den Bauarbeiten an der Bastei zu beginnen. Schon im November 2017 hatte Ex-Finanzminister Georg Unland (CDU) einen Entwurf für eine neue Basteiplattform in 200 Metern Höhe präsentiert. Die Umsetzung geht allerdings nur schleppend voran. Das Finanzministerium befindet sich noch in der Genehmigungsplanung für das Projekt. „Erst nach der Genehmigung lassen sich genauere Aussagen zum Zeitplan oder zu den Kosten treffen“, so Ministeriumssprecherin Sandra Jäschke.

Warum es derzeit in Sachen Bastei-Aussicht nur schleppend vorangeht, wissen die Bauplaner nicht zu sagen. „Bislang fehlt der politische Wille, etwas an der Situation auf der Bastei zu ändern“, meint Jugl. „Daher haben wir den Rundweg entworfen – sozusagen als eine Art Denkanstoß.“ Die Ingenieure aus Dresden sind zudem überzeugt: So wie vom Ministerium dargestellt, lässt sich die Idee – ein frei über dem bröckelnden Felsen schwebender Balkon – schlichtweg nicht realisieren. „Bei einer Kraglänge von nahezu zehn Metern ist technisch in jedem Fall eine abgehängte Plattform mit einem Pylon erforderlich. Sonst funktioniert es aus Sicht der Statik nicht“, befindet Jugl.

Allerding könnte auch die Errichtung des Rundweges die Bauleute vor Herausforderungen stellen: Die vordere Felsnase der Bastei ist nämlich mit schwerer Hebetechnik nicht zugänglich. „In zwei bis vier Tagen wären die wesentlichen Stahl-Trageelemente aber per Hubschrauber montierbar“, so die Dresdner Tragwerksplaner.

Über eine Million Menschen besichtigen die Felsformation jährlich. „Die Bastei ist mit Abstand die meistbesuchte Sehenswürdigkeit im Nationalpark“, sagt Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. „Deshalb hoffen wir darauf, dass so schnell wie möglich eine Lösung gefunden wird.“

Von js

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