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Lokales Grundstein für neues Zentrum für Diabetes-Forschung in Dresden gelegt
Dresden Lokales Grundstein für neues Zentrum für Diabetes-Forschung in Dresden gelegt
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17:51 30.09.2019
Vertreter der TU, der Uniklinik und es Freistaats – darunter Eva-Maria Stange (4. v. l.) legten am Montag den Grundstein für das neue Zentrum. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Der Grundstein ist gelegt: An einem neuen,bundesweit einzigartigen Zentrum in Dresden wollen Fachleute künftig zu Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten forschen und Therapien für Patienten entwickeln. Vertreter des Uniklinikums Carl Gustav Carus, der Technischen Universität Dresden und deren Medizinischer Fakultät feierten am Montag zusammen mit Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) den Baustart für das so genannte Zentrum für Metabolisch-Immunologische Erkrankungen und Therapietechnologien.

In den kommenden Monaten entsteht an der Ecke Augsburger Straße und Fiedlerstraße der Rohbau. Das Vorhaben kostet rund 35,5 Millionen Euro, eine Summe, die sich Bund und Freistaat teilen.

Grundlagenforschung zu Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes

Ab 2023 betreiben dort Mediziner, Biologen und Techniker verschiedener Fachbereiche in mehr als zehn Arbeitsgruppen Grundlagenforschung zu Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Auch neue Behandlungsmethoden stehen im Fokus der Einrichtung – un­ter anderem soll ein Bioreaktor weiterentwickelt werden. Verstehen lässt sich dieser als eine Art Herzschrittmacher für Patienten, die an Typ-1 Diabetes leiden.

Es handelt sich um eine kleine „Dose von fünf bis sechs Zentimetern Durchmesser, die auf das Bauchfell, also unter die Haut, transplantiert wird“, sagt MITS-Sprecher Professor Stefan Bornstein. Sie wird mit Beta-Zellen von Schweinen befüllt und in den Körper Erkrankter verpflanzt. Im Bauchfell des Pa­tienten verhindert eine Membran dieses Bioreaktors, dass die Immunabwehr des Patienten die Beta-Zellen angreift, lässt aber Nährstoffe hindurch.

Spritze oder Pumpe im Körper überflüssig

Die Beta-Zellen können dann nach Bedarf Insulin herstellen und die Gabe von außen ersetzen. Eine Spritze oder Pumpe im Körper wäre damit überflüssig. Damit dieser künftig bei möglichst vielen Patienten zum Einsatz kommen kann, muss seine Arbeitsweise aber noch verbessert werden. Daran sind nicht nur Biologen und Ärzte beteiligt, sondern auch Materialforscher. Während sie jetzt noch auf verschiedene Einrichtungen verteilt arbeiten, kommen sie am MITS unter ei­nem Dach zusammen, was für kurze We­­ge und bessere Ergebnisse sorgen soll.

Auch innovative Diagnostikverfahren sollen in dem Forschungszentrum entwickelt und erprobt werden – etwa massenspektrometetische Verfahren und die molekulare Bildgebung: Diese ermöglichen, biochemische Prozesse des Stoffwechsels zu beachten.

Acht Millionen Deutsche leiden an einen der beiden Diabetes-Typen

Derzeit sollen mehr als acht Millionen Deutsche an einen der beiden Diabetes-Typen leiden. Hinzu kommt, dass Diabetes als Zivilisationskrankheit gilt, die von mangelnder Bewegung, zu fetter und süßer Ernährung und Stress be­günstigt wird. Alle Experten gehen daher von steigenden Erkrankungsraten aus. „Um die epidemische Ausbreitung zu mindern und für Patienten neue komplikationsarme Behandlungsansätze zu entwickeln, müssen wir ausgetretene Pfade verlassen“, erzählt Bornstein. Ein wichtiger Schritt ist nun getan.

Von Felix Franke

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