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Lokales Grundstein für Hotel in der Hafencity gelegt
Dresden Lokales Grundstein für Hotel in der Hafencity gelegt
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06:12 22.03.2019
Visualisierung Arcotel Hafencity. Quelle: USD Immobilien GmbH
Dresden

„Ein gelungenes Werk in Eintracht und ohne Unfälle“ wünschte der Benediktiner Alois Mühlbachler, als er am Donnerstag bei der Grundsteinlegung das neue Arcotel in Dresden segnete. Es entsteht gegenwärtig in der Hafencity an der Leipziger Straße. USD investiert in das Projekt rund 28 Millionen Euro. Fertig werden soll das Hotel, das aus zwei Gebäuden besteht und 183 Zimmer und Suiten bietet, Mitte 2020. Einen genaueren Termin gab es noch nicht.

Investruine beseitigt

Das Hotel wächst in den kommenden Monaten an der Stelle empor, wo viele Jahre eine Investruine stand. Die USD Immobilien GmbH - Projektentwickler und Bauherr der Hafencity – ließ die zweigeschossige Tiefgarage eines geplanten aber nie fertiggestellten Geschäftshauses in den vergangenen Monaten Stück für Stück abtragen. Jetzt ist eine neue Tiefgarage entstanden und nach der Grundsteinlegung geht es nun über dem Erdgeschoss vier Etagen in die Höhe. Verantwortlicher Architekt ist Matthias-Maria Kolb aus Dresden.

Familienunternehmen aus Österreich wird das Hotel führen

Betreiber des neuen Hotels ist Arcotel aus Österreich. Das Familienunternehmen habe mit USD einen Pachtvertrag über 20 Jahre und zwei Verlängerungsoptionen von je fünf Jahren abgeschlossen, so Arcotel-Projektmanager Florian Hütter.

Die Österreicher wollen mit ihrer neuen Herberge gegen den allgemeinen Trend schwimmen, Zimmer immer weiter zu verkleinern und nur ein Frühstücksrestaurant anzubieten. „Unsere Zimmer hier haben netto 20 Quadratmeter und zu 85 Prozent abgetrennte WC“, betont Hütter.

Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn sind offenbar gesetzt

Zudem will Arcotel selbst ein Á-la-carte-Restaurant mit offener Showküche, 100 Sitzplätzen und 300 Quadratmeter großem Sonnendeck sowie eine Bar im Hotel betreiben und damit auch die Dresdner anziehen. Hinsichtlich Angebot und Preisen feile man noch am Konzept. „Vielleicht machen wir ja was mit Fisch“, hieß es. Aber wie auch immer die Entscheidung falle – es werde auf jeden Fall Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn geben. „Und vom Preis-Leistungs-Verhältnis werden wir uns an den lokalen Restaurants in der Umgebung orientieren.“

Impressionen aus der Hafencity

30-jährige Firmengeschichte

Arcotel wurde vor 30 Jahren in Wien von Raimund und Renate Wimmer gegründet. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2006 übernahm die Rechtsanwältin und Wirtschaftsmediatorin Renate Wimmer die Führung in der Unternehmensgruppe und leitet diese mit Vorstand Martin H. Lachout. Gegenwärtig gibt es zehn Arcotels, das Dresdner wird das elfte sein. „Drei Häuser sind in unserem Eigentum, ansonsten sind wir Pächter“, so Renate Wimmer gegenüber DNN.

Fünf Häuser befinden sich in Österreich, in Deutschland gibt es zwei in Berlin, zwei in Hamburg und eins in Stuttgart. „Dresden ist touristisch gesehen eine der wichtigsten Städte in Deutschland“, begründet Florian Hütter das Engagement in der sächsischen Landeshauptstadt.

Ausstattung soll Wiener Charme ins Haus bringen

Arcotel will in den eher schlichten Hotelbau in der Hafencity Wiener Charme bringen, wie es hieß. Seitens der Innenausstattung sorgt dafür der Designer und Künstler Harald Schreiber. Er entwickele für jedes Arcotel ein anderes Konzept, das Lage und Besonderheiten der Umgebung berücksichtige. Wie das Ganze ausstehen soll, wurde zur Grundsteinlegung anhand eines Musterzimmers im Kreativzentrum der Hafencity präsentiert. Kissenhüllen mit der „Elbeiche“ sowie eine Lampe, deren Form an die Kuppel der Frauenkirche erinnert, sind Beispiele dafür.

Von Catrin Steinbach

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