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Lokales Grüne wollen mit Bildungsgeldern Kita-Kinder auf Trab bringen
Dresden Lokales Grüne wollen mit Bildungsgeldern Kita-Kinder auf Trab bringen
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11:35 23.01.2019
Wasserflächen in Dresden sind knapp. Private könnten einspringen, findet Grünen-Sportpolitiker Torsten Schulze. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag über die von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) vorgelegte Bildungsstrategie. Vorjohann will in 13 Kindertagesstätten das Personal verdoppeln und den Einrichtungen einen um 150 Euro erhöhten Sachkostenanteil pro Kind und Jahr zur Verfügung stellen. Damit sollen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von sozialen Problemfällen Kinder bessere Teilhabechancen an kultureller Bildung und an bewegungs- und sprachförderlichen Angeboten erhalten, wie es in der Konzeption heißt.

Die Linken lehnen Vorjohanns Agenda ab. Es würden eine Art „Armenkitas“ eingerichtet, erklärte Jugendpolitiker Tilo Kießling auf dem jüngsten Linke-Parteitag, ganze Stadtteile würden stigmatisiert. Das sei keine Antwort auf die Probleme. Für Kießling kommt es auf eine individuelle Förderung von einzelnen Kindern an.

Grünen-Sportpolitiker Torsten Schulze macht auf einen Teilaspekt des Bildungsprogramms aufmerksam. „Wir setzen uns für Schwimm- und Bewegungskurse in den Kindertagesstätten und in der Vorschule ein“, erklärte Schulze. Es gehe darum, verstärkt Angebote in die Einrichtungen zu bringen und damit auch einen Beitrag gegen zunehmenden Bewegungsmangel und motorische Schwächen der Kinder zu leisten.

Das Projekt „Heranführen ans Wasser“ des Eigenbetriebs Sportstätten, an dem sieben Kindertagesstätten teilnehmen, unterstütze er ausdrücklich, so Schulze. „Das sollten wir weiter ausbauen.“ Allerdings gebe es große Hürden. Fehlende Hallenzeiten, aber auch fehlendes Betreuungspersonal für Kindergruppen würden Grenzen setzen. „Wir brauchen perspektivisch mehrere kleinere Schwimmhallen in der Stadt“, findet Schulze. „Wenn eine Gruppe eine Stunde lang bis zur Schwimmhalle fahren muss und damit länger unterwegs ist als im Wasser, wird es ineffektiv.“

Er sehe Bedarf für den Ersatzneubau der Schwimmhalle in Klotzsche, aber auch für neue Schwimmhallen im Bereich Pieschen/Wilder Mann/Neustadt, in der Südvorstadt und für Blasewitz/Striesen/Gruna. Hier sollten für ein bedarfsgerechtes Angebot Hallen in einer Größe von sechs Bahnen á 25 Meter errichtet werden. Die Kosten würden zwischen 7,5 und 10 Millionen Euro liegen, schätzt der Grünen-Stadtrat. „Wir brauchen endlich ein neues Bäderentwicklungskonzept", fordert er.

Eine Alternative seien private Angebote wie beispielsweise der Wellnessbereich im Gewandhaushotel, den das Hotelmanagement einer Kindergartengruppe für Schwimmunterricht zur Verfügung stelle. „Ein positives Beispiel, das Schule machen sollte“, findet Schulze, „da gibt es bestimmt weitere Kapazitäten in der Stadt.“ Die Stadt wolle für die Bildungsoffensive viel Geld in die Hand nehmen, das auch in Bewegungsangebote investiert werden sollte. Dafür würde sich eine Zusammenarbeit zwischen den Kindertagesstätten- und dem Sportstätten-Eigenbetrieb anbieten. „Viele Sportstätten stehen vormittags leer. Hier könnten Angebote für Kitas entwickelt werden, die auch die Auslastung der Sportstätten verbessert.“ Mit der Bildungsstrategie der Verwaltung und den eingeplanten Mitteln bestünde die Möglichkeit, gezielt gegen Bewegungsmangel vorzugehen, glaubt der sportpolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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