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Lokales Großvermieter peilt 8000 Wohnungen an
Dresden Lokales Großvermieter peilt 8000 Wohnungen an
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06:14 23.01.2019
Die Zentrale der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt in der Haydnstraße. Quelle: Archiv
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Dresden

Die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) will ihren Bestand bis 2026 auf 8000 Wohnungen erweitern. Dieses Ziel formulierte gegenüber DNN Vorstandsmitglied Thomas Dittrich. Gegenwärtig verfügt die Genossenschaft über 7733 Wohnungen. Vor einem Jahr waren es noch 7717 Wohnungen.

Die WGJ hat 2018 rund 9,3 Millionen Euro in Neubauprojekte investiert und unter anderem einen Neubau auf der Haydnstraße 17 fertiggestellt. In diesem Jahr sollen Vorhaben an der Huttenstraße/Wormser Straße, Spittastraße/Wittenberger Straße und Fetscherstraße in Angriff genommen werden, bei den bis 2022 insgesamt 52 Wohneinheiten entstehen werden.

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Die Genossenschaft wird laut Dittrich in diesem Jahr rund 21 Millionen Euro für Neubau und Bestandserhalt investieren. So sollen an 13 Wohnhäusern die Treppenhäuser instandgesetzt werden, ist ein neuer Anstrich für 19 Gebäude geplant, werden leerstehende Wohnungen saniert. 86 WGJ-Mitglieder werden in diesem Jahr von der Nachrüstung von Aufzügen profitieren, kündigte Dittrich an. Auch die Heizungsanlagen werden so umgerüstet, dass der Wärmeverbrauch reduziert werden kann.

Die fortschreitende Digitalisierung bietet auch für einen Großvermieter Chancen, erklärte WGJ-Vorstandsmitglied Alrik Mutze. So seien bereits 13 Prozent der Wohngebäude mit digitalen Haustafeln ausgestattet worden, auf denen den Genossenschaftern alle relevanten Informationen zur Verfügung gestellt würden. Der Papieraushang werde immer mehr der Vergangenheit angehören, so Mutze.

Digital werden bei der WGJ auch die Hausmeisterdienstleistungen erfasst. Die Hausmeister geben ihre Arbeitsleistungen ins Mobiltelefon ein, nehmen damit aber auch Mängel auf oder weisen Tätigkeiten wie Spielplatzkontrollen nach, erklärte der WGJ-Vorstand.

Das Durchschnittsalter der 7936 WGJ-Mitglieder liegt bei 63 Jahren, neue Mitglieder sind dagegen im Durchschnitt 42 Jahre alt. Die Durchschnittskaltmiete liegt bei 5,52 Euro pro Quadratmeter. Im Neubau will die WGJ die Grenze von zehn Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten. Der Leerstand beträgt 0,7 Prozent. Im vergangenen Jahr hat der Großvermieter 418 Wohnungen neu vermietet, dabei handelte es sich laut Mutze vor allem um Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen.

Die WGJ verfügt über 65 Rollstuhl- und Rollatorboxen, 39 Kinderwagenboxen, sieben Fahrradanhängerboxen und 234 Fahrradabstellflächen in Pavillons.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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