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Lokales Großer Globus-Markt in Dresden würde Platz für 150 Wohnungen kosten
Dresden Lokales Großer Globus-Markt in Dresden würde Platz für 150 Wohnungen kosten
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16:47 07.03.2016
Die Variante 1 im Masterplan ist ohne Globus-Markt geplant (Feld 5). Quelle: Stadtverwaltung
Dresden

Der Bau eines großen Globus-Marktes in der Leipziger Vorstadt würde den Platz für 150 Wohnungen kosten. Das geht aus dem Masterplanvorentwurf hervor, den die Stadt am Montag für das Areal vorgelegt hat. Bis zum 4. April können die Bürger nun zu dem Papier Stellung nehmen, dann befassen sich die Ortsbeiräte damit. Aus den Anregungen erstellt die Verwaltung einen Entwurf, über den letztlich der Stadtrat entscheiden muss. Nach bisherigen Plänen soll das noch in diesem Jahr geschehen. „Der Plan ist dann für die Stadtverwaltung bindend“, erklärte der Chef des Stadtplanungsamtes, Stefan Szuggat.

Der Masterplan legt für ein etwa 50 Hektar großes Gebiet zwischen Neustädter Bahnhof, Großenhainer (Bahnstrecke), Gehestraße, Erfurter Straße und Elbe die Ziele für die Bebauung fest. Zu den größten Streitpunkten gehört der Bau eines Globus-Marktes mit mindestens 8000 Quadratmetern Verkaufsfläche in der Nähe des Neustädter Bahnhofs.

Die Stadtverwaltung hat im wesentlichen zwei Varianten entwickelt. Beide sind in fünf Quartier aufgeteilt, für die eine künftige Nutzung festgelegt werden soll. Dazu hat die Stadt eine umfangreiche Bestandsaufnahme vorgenommen. So gibt es praktisch im gesamten Gebiet nachts durch Straßenverkehr, Bahn und Gewerbe ein „Grundrauschen“ im Bereich von mindestens 45 Dezibel. Neben diesen Lärmbelastungen untersuchte die Stadt auch Altlastenverdachtsflächen, Denkmale sowie den Natur- und Artenschutz. Eine wesentliche Rolle für die Bebauung spielt auch der Hochwasserschutz.

Der neue Masterplan Leipziger Vorstadt ist da.

Im mittleren Teil durchziehen die Planer das Gebiet mit einer Kulturspange, die beispielsweise den Alten Schlachthof einschließt. Stadtauswärts sind in Elbnähe Wohnen, Mischnutzung, Kultur und Begrünung vorgesehen. Auf der anderen Seite der Leipziger Straße sieht der Plan kleinteilige Mischnutzung aus Gewerbe und Wohnen vor sowie eine Grünverbindung zwischen Nord und Süd. Von der Kulturspange aus stadteinwärts sind zwischen Elbe und Leipziger Straße Wohnen, Grün sowie die Hafenpromenade mit Elbrad- und Fußweg vorgesehen. Nördlich der Leipziger sind dann in Quartier 4 Mischnutzung, kleinteiliges Gewerbe und Grünflächen vorgesehen.

Deutliche Unterschiede gibt es in Quartier 5. In Variante 1 (eine Abstufung 1b sieht geringfügige Veränderungen am Grünzug in Elbnähe vor) ist für das Areal des Alten Leipziger Bahnhofs eine Mischung aus kleinteiligem Wohnen, Gewerbe mit kultureller Nutzung und Bildung vorgesehen. In Variante 2 gehen die Planer von der Errichtung des Globus-Marktes aus. Die Fläche für Wohnbebauung wird dadurch deutlich kleiner. Statt 500 Wohneinheiten seien dann dort nur noch 350 Wohneinheiten denkbar, erklärte Stadtplaner Szuggat. Entscheiden müsse das der Stadtrat. Der Masterplanentwurf sei nur eine Entscheidungsgrundlage. Entscheide sich der Stadtrat gegen den Globus-Markt, müssten die bisherigen Beschlüsse für den Markt aufgehoben werden.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen erklärte auch für ihren erkrankten Kollegen, Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne), dass nur ein deutlich verkleinertes Globus-Projekt denkbar sei. Die Kritiker des Projekts halten zusätzliche Verkaufsfläche in dem bislang geplanten Umfang nicht für notwendig.

Von Ingolf Pleil

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