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Lokales Großangelegte Verkehrskontrollen mit der Bereitschaftspolizei in Dresden
Dresden Lokales Großangelegte Verkehrskontrollen mit der Bereitschaftspolizei in Dresden
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18:05 26.09.2019
Diese Radlerin muss sich verantworten, weil sie diese Einbahnstraße, die parallel zur Stauffenbergallee verläuft, in entgegengesetzter Richtung befuhr. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

„Ich finde das unverschämt! Ich hoffe, dass das Geld eingesetzt wird, um Fahrradwege zu bauen!“ Jan T. ist außer sich vor Empörung, als er am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr nahe der Kreuzung Königsbrücker Straße/Stauffenbergallee im Rahmen einer Verkehrskontrolle von Polizisten angehalten und zur Kasse gebeten wird.

20 Euro Bußgeld muss der Fahrradfahrer zahlen, weil er entgegengesetzt in die parallel zur Stauffenbergallee verlaufende Einbahnstraße gefahren ist. Jan T. kommt aus Hellerau und ist auf dem Weg ins Stadtzentrum. „Ich will gleich in den Dammweg abbiegen. Da ist es ruhig und man kann sicherer fahren“, erklärt er uns.

Gefährliche Stauffenbergallee

Die auf der gegenüberliegenden Seite, ebenfalls parallel zur Stauffenbergallee verlaufende Einbahnstraße in der richtigen Richtung zu befahren ist für Jan T. keine Option. Auch für Stefan M. nicht, den die Polizisten wenig später anhalten.

„Ich will über die Buchenstraße ins Hechtviertel. Wie soll ich denn, wenn ich drüben auf der anderen Parallelstraße fahre, dort vorn über die stark befahrene Stauffenbergallee ins Hechtviertel kommen? Das ist kreuzgefährlich“, sagt Stefan M., und weist auf die Einmündung der Rudolf-Leonhard-Straße auf die Stauffenbergallee.

Polizeihauptmeister Carsten Ulbricht hält bei der Verkehrskontrolle an der Stauffenbergallee/Königsbrücker Straße Verstöße von Autofahrern gegen die Verkehrsregeln mit der Videokamera fest. Quelle: Dietrich Flechtner

Ein weißes Fahrrad erinnert dort an einen 54 Jahre alten Radfahrer, der am 23. Mai 2019 ums Leben kam. Gerade im Berufsverkehr ist hier der Verkehr richtig dicke, eine Ampel gibt es nicht. Jan T. sieht das ähnlich und hält den gefährlichen Umweg, den er nehmen müsste, für inakzeptabel.

Dass sie als Radfahrer auch sich und andere gefährden, wenn eine Einbahnstraße verkehrt herum befahren, wenn es nicht ausdrücklich erlaubt und durch entsprechende Beschilderung gekennzeichnet ist, wollen die Radfahrer nicht so richtig einsehen. „Wir bewegen uns doch hier vorsichtig und sehen, wenn jemand entgegenkommt.“

Die Dresdner Polizei hat von Dienstag bis Donnerstag im Rahmen der Kampagne „Respekt durch Rücksicht“ an vielen Orten im Stadtgebiet wieder größere Verkehrskontrollen durchgeführt. 15 waren es allein am Dienstag und Mittwoch.

Aktion mit der Bereitschaftspolizei soll nicht einmalig bleiben

Pro Tag waren etwa 70 Einsatzkräfte daran beteiligt, darunter zwei bis vier vom Gemeindlichen Vollzugsdienst und rund 50 von der Bereitschaftspolizei, die die Verkehrspolizisten unterstützten. Das gab es in dem Umfang noch nicht. Und es soll keine einmalige Aktion mit der Bereitschaftspolizei bleiben, betont Polizeisprecher Stefan Grohme.

„Durch viele Kontrollen kommen viele Verstöße ans Tageslicht“, nennt Gerald Baier, der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, den Grund für die großangelegten Einsätze. Deren Schwerpunkt lag auf dem Radfahrverkehr.

Es gehe darum, Radfahrer als auch Kraftfahrzeugführer für die Belange des jeweils anderen zu sensibilisieren, Verkehrsregeln wieder ins Bewusstsein zu rücken oder manchmal überhaupt erst zu vermitteln und gegenseitige Rücksichtnahme anzumahnen. „Ziel ist, dazu beizutragen, die Zahl der Verkehrsunfälle nachhaltig zu senken“, so Gerald Baier.

Informationen der Polizei zum Radverkehr für Radfahrer

Am Dienstag und am Mittwoch wurden 177 Kraftfahrzeuge und 222 Radfahrer kontrolliert. Dabei stellte die Polizei 388 Verstöße fest. „Schwerpunkte bildeten bei den Autofahrern Rotlichtverstöße und bei den Radfahrern die nicht vorschriftsmäßige Fahrbahnnutzung“, teilte die Polizei mit.

35 Radfahrer fuhren in die verkehrte Richtung

Allein im Bereich Königsbrücker Straße an der Stauffenbergallee, wo die Kontrollen am Donnerstag zwischen 7 und 10 Uhr stattfanden, wurden unter anderem 35 Radfahrer zur Rechenschaft gezogen, weil sie entweder verkehrt in die Einbahnstraße gefahren waren oder den Radweg in der verkehrten Richtung befahren hatten.

Zudem wurden neun Autofahrer ertappt, die bei „Rot“ über die Kreuzung fuhren. Fünf Lkw-Fahrer mussten sich wegen zu schwerer Ladung verantworten. Einen Pkw nahm die Polizei mit zur Überprüfung wegen des Verdachts unzulässiger Veränderungen am Fahrzeug. Es war offensichtlich tiefer gelegt. „Da schliff die Bereifung schon am Radkasten“, so ein Polizeisprecher.

Die Verkehrssicherheitskampagne „Respekt durch Rücksicht“ der Polizeidirektion Dresden startete im Juni dieses Jahres und wird auch im Rahmen des täglichen Dienstes weiter fortgesetzt.

Von Catrin Steinbach

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