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Lokales GHND kritisiert Stadtbezirksbeirat Altstadt für „Nein“ zum Hotel Stadt Rom
Dresden Lokales GHND kritisiert Stadtbezirksbeirat Altstadt für „Nein“ zum Hotel Stadt Rom
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10:12 14.05.2019
Brandmauer? Der Entwurf der Baywobau hat auch auf der Rückseite Fenster. Quelle: Baywobau
Dresden

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) hat die Ausschüsse für Kultur sowie Stadtentwicklung und Bau des Stadtrats aufgefordert, dem Wiederaufbau des „Hotel Stadt Rom“ auf dem Neumarkt zuzustimmen. Der Kulturausschuss tagt am Dienstag und der Bauausschuss am Mittwoch. Das letzte Wort über den Wiederaufbau hat dann der Stadtrat.

„Es wird nicht angestrebt, eine Brandmauer zu bauen“

Der Stadtbezirksbeirat Altstadt hatte jüngst den Wiederaufbau, den die CDU-Fraktion in einem Antrag fordert, mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Beiräte kritisierten insbesondere die Brandmauer an der Rückseite des Gebäudes.

„Es wird nicht angestrebt, eine Brandmauer zu bauen“, erklärte jetzt GHND-Vorstandsvorsitzender Torsten Kulke. Der aktuelle Vorschlag des Bauträgers Baywobau sehe einen fünfeckigen Grundriss mit Fensterfronten vor. „Durch eine geeignete räumliche Anordnung im Inneren des Gebäudes ist trotzdem ein Weiterbau in Richtung Wilsdruffer Straße möglich“, so Kulke.

Es sei eine Aufgabe künftiger Generationen, eine Verbindung zwischen dem „Hotel Stadt Rom“ und der gegenwärtigen Bebauung der Wilsdruffer Straße zu schaffen. Das werde möglich sein, wenn für die Gebäude des „Stalinbarock“ eine Rekonstruktion auf der Tagesordnung stehe.

Nicht Höhe und Breite machen gute Architektur aus

Die GHND hat am Montag im Plenarsaal des Rathauses ihr 3. Dresdner Stadtbausymposium „New Urbanism – der Gegenentwurf. Moderne Traditionelle Stadtplanung und Architektur“ veranstaltet. Ein Höhepunkt der zahlreichen Fachvorträge und Diskussionen war der Beitrag des Luxemburger Architekten Leon Krier, der sich vehement für eine „menschliche Dimension“ in der Architektur aussprach.

Die moderne Architektur habe Städte und Landschaften zu Konsumobjekten degradiert. „Die Menschen hungern aber nach Wiederaufbau. Sie wollen sagen: Hier ist etwas, das schön ist“, erklärte Krier. Nicht überzogene Höhen und Breiten würden gute Architektur ausmachen, sondern eine Einpassung in den städtebaulichen Kontext. „Ohne den öffentlichen Raum ist Demokratie nicht möglich. Die Rekonstruktion ist der einzige Weg“, so der Architekt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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