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Lokales Fußballfans wollen Demo am Wiener Platz in Dresden stürmen
Dresden Lokales Fußballfans wollen Demo am Wiener Platz in Dresden stürmen
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16:58 27.10.2019
Die Demonstration gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien verlief friedlich, wurde jedoch am Ende durch etwa 70 Fußballfans angegriffen. Quelle: Tanja Tröger
Dresden

Unter dem Motto „Solidarität mit Rojava“ haben am Samstagmittag etwa 300 Menschen gegen die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien protestiert. Die Attacke unter Präsident Erdogan sei völkerrechtswidrig erfolgt, so die Veranstalter. Unzählige Menschen, darunter viele Zivilisten, seien getötet worden, auch zivile Infrastruktur sei zerstört worden. Da auch aus Deutschland exportierte Waffen zum Einsatz kämen, trage das Land eine Mitverantwortung, wenn der Krieg in Syrien eskaliere. „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan!“, skandierten die Demoteilnehmer daher in Sprechchören.

Zahlreiche Vertreter von Frauenrechtsinitiativen beteiligten sich an der Kundgebung. Vor allem „die Befreiung der Frau*“ sei eine wichtige demokratische Errungenschaft der vergangenen Jahre gewesen, die nun wegen des Krieges auf dem Spiel stehe, so die Veranstalter.

Die Demonstration startete um 12 Uhr am Hauptbahnhof, zog über den Dr.-Külz-Ring durch die Innenstadt und kam schließlich wieder am Wiener Platz an. Laut Polizeiangaben verlief die Veranstaltung friedlich.

Abreisende Fußballfans attackieren Demonstranten

Allerdings griffen abreisende Fußballfans am Wiener Platz die Demonstrationsteilnehmer verbal an. Ein Mann zeigte den Hitlergruß. Laut Polizei versuchten rund 70 Dynamo-Dresden-Anhänger, die Demonstration zu stürmen. Die Einsatzkräfte konnten das nach Angaben eines Polizeisprechers verhindern.

Proteste auch in anderen sächsischen Städten

In Leipzig protestierten laut Polizei etwa 250 Menschen gegen die Türkeipolitik in Nordsyrien.

Im Zusammenhang mit der türkischen Militäroffensive hatten am Freitag Aktivisten für mehrere Stunden ein Parteibüro der CDU in der Chemnitzer Innenstadt besetzt. Nach Angaben der Polizei hatten sich die Deutschen, drei Frauen und zehn Männer, unter einem Vorwand Zutritt zu dem Parteibüro verschafft.

Besetzer fordern Sanktionen gegen die Türkei

Ihren eigenen Angaben zufolge wollten die Besetzer friedlich gegen die Außenpolitik der Bundesregierung protestieren. Sie werfen ihr vor, die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien unterstützt zu haben und forderten unter anderem internationale Sanktionen gegen die Türkei sowie eine UN-Resolution gegen das Land wegen des Verstoßes gegen Menschenrechte.

Für den 2. November rufen die Aktivisten zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin auf.

Von ttr/dpa

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