Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Freistaat macht Sportplatz in Dresden-Strehlen für Studenten fit
Dresden Lokales Freistaat macht Sportplatz in Dresden-Strehlen für Studenten fit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:04 12.02.2019
Der Sportplatz an der Teplitzer Straße taugt derzeit allenfalls als Strecke für den Motocross.
Der Sportplatz an der Teplitzer Straße taugt derzeit allenfalls als Strecke für den Motocross. Quelle: Sebastian Kositz
Anzeige
Dresden

Motocross, allenfalls noch Orientierungslauf – zu mehr taugt der Sportplatz an der Teplitzer Straße gegenwärtig nicht. Schutt liegt zu großen Haufen aufgetürmt, kein schöner Anblick für Freunde des ge­pflegten Rasensports. Doch das wird sich ändern. Der Freistaat will den Platz im Stadtteil Strehlen in den nächsten Monaten fit ma­chen, damit auf der Anlage künftig wieder Studenten Sport treiben können.

Schon seit einigen Jahren liegt der Sportplatz des Universitätssportzentrums der TU Dresden brach und kann nicht mehr genutzt werden. Im Februar 2015 hatten Arbeiter einen Schaden an ei­nem un­­ter dem Sportplatz entlanglaufenden Fernwärmekanal der Drewag festgestellt. Durch eindringendes Oberflächenwasser kam es zu Un­­ter­spülungen. Offenkundig auch der Grund dafür, dass sich der Platz mit der Zeit immer mehr in einen holprigen Acker verwandelt hatte.

Daraufhin wollte der Freistaat die Anlage bereits im Herbst 2015 sanieren lassen. Doch es kam anders. In den Hochzeiten der Flüchtlingswelle funktionierten die Verantwortlichen das Gelände kurzerhand um – und ließen dort in aller Eile zuvor auf ei­nem Volksfest genutzte Zelte aufstellen. Bis zu 350 Menschen fanden hier zeitgleich ein Obdach, bevor die weißen Kuppelzelte im April 2016 wieder verschwanden.

Zwischen Oktober 2015 und April 2016 hatte der Freistaat auf dem Sportplatz an der Teplitzer Straße eilig aufgestellten Kuppelzelten Asylsuchende untergebracht. Quelle: Archiv/dpa

Als die Zelte wieder abgebaut wurden, nahmen Fachleute die An­lage erneut unter die Lupe. Dabei entdeckten sie, dass nicht nur durch die Verankerung der Zelte weitere Schäden aufgetreten waren – sondern auch der Untergrund nicht be­sonders tragfähig ist, weil der einst größtenteils aus Trümmern und Schutt errichtet worden war. Entsprechend musste der Freistaat deshalb auch noch einmal umplanen.

Inzwischen haben die Arbeiten be­gonnen, bereits in den vergangenen Mo­naten hatten die Bauleute auf dem Platz an der Teplitzer Straße die maroden Geländer und Rinnen demontiert sowie die Asche- und Kunststoffoberflächen herausgerissen und entsorgt. Nach Angaben des zuständigen Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB) werden die Ar­beiten nun im Frühjahr fortgeführt. Läuft alles nach Plan, können die Sportler dort ab En­de des Jahres wieder ihre Runden drehen oder ge­gen den Ball treten. Insgesamt investiert der Freistaat für das Vorhaben zwei Millionen Euro.

Von Sebastian Kositz