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Lokales Fraunhofer baut in Dresden testweise ultradünne Gläser für Autos
Dresden Lokales Fraunhofer baut in Dresden testweise ultradünne Gläser für Autos
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14:32 04.12.2019
Das Fraunhofer-Institut FEP in Dresden verleiht den Ultradünngläsern elektrische Funktionen. Hier spiegelt sich eine Mitarbeiterin. Quelle: Jürgen Lösel/FEP
Dresden

Um Smartphones und Auto-Bildschirme künftig besser gegen Kratzer, Feuchtigkeit und andere Umwelteinflüsse zu schützen, entwickelt das deutsche Konsortium „Glass4Flex“ derzeit ultradünne Gläser, die weniger als ein Zehntel Millimeter dünn sind. Das hat das Dresdner Fraunhofer-Institut Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP als Projektpartner mitgeteilt. Konsortialführer ist die Schott AG aus Mainz.

Dünnglasscheiben eignen sich in vielen Fällen besser als Kunststoff-Folien dafür, teure Elektronik und Sensoren gegen die Umwelt abzukapseln: Sie sind weitgehend kratzfest, besonders glatt und durchsichtiger als Kunststoff. „Das macht den Werkstoff besonders in der Konsumenten-Elektronik und im Automotive-Sektor für smarte Touch-Oberflächen und Anzeigen begehrt“, betonen die FEP-Ingenieure.

Entwicklung kostet 6,7 Millionen Euro

Allerdings ist es schwierig, immer dünnere Gläser fehlerfrei zu erzeugen. So neigen sie dazu, während der Produktion zu zerbrechen. Diese und weitere Probleme wollen die Glass4Flex-Projektpartner in den nächsten drei Jahren lösen. Die Schmid-Gruppe wird Reinigungsverfahren und Prozesstechnik für das Dünnglas entwickeln. Die Gesellschaft für Bild- und Signalverarbeitung (GBS) analysiert die 3D-Oberflächeneigenschaften und entwickelt die 3D-Sensorik und Prüfautomaten.

„ProTec Carrier Systems“ aus Siegen und „Adenso Industrial Services“ aus Dresden arbeiten an den Transportsystemen und Halterungen für die Ultradünngläser während der Produktion. Die FEP-Ingenieure aus Dresden bringen optische und elektrische Funktionsschichten wie etwa Elektroden auf die Gläser auf.

Eine Pilotanlage soll bis 2022 in Dresden entstehen. Dort können dann Systemhersteller optische Komponenten mit beschichteten Dünngläsern probeweise herstellen, bevor die Produkte den freien Markt erreichen. Die Massenfertigung will Schott übernehmen.

Die Entwicklung der neuen Ultradünngläser soll rund 6,7 Millionen Euro kosten. Etwa die Hälfte davon schießt das Bundesforschungsministerium zu.

Mehr Informationen über das Projekt: fep.fraunhofer.de

Von hw

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