Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Fraunhofer Dresden will mit Lasern neues Magnetflussbett in Trafo-Kernbleche graben
Dresden Lokales Fraunhofer Dresden will mit Lasern neues Magnetflussbett in Trafo-Kernbleche graben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:34 20.12.2017
Kernblechschneidanlage für Trafobleche. Im Laufe des BMWi-Projekts soll ein Laser zum LMDR-Behandeln integriert werden.
Kernblechschneidanlage für Trafobleche. Im Laufe des BMWi-Projekts soll ein Laser zum LMDR-Behandeln integriert werden. Quelle: Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik
Anzeige
Dresden

Bessere Trafos, die weniger Strom verpulvern und weniger Platz brauchen, wollen deutsche Ingenieure im Forschungsverbund „Technologie zur Steigerung der Energieeffizienz bei Verteilungstransformatoren“ (Flux-LMDR) ermöglichen. Ihr Plan: Laser sollen die Eisen-Silizium-Bleche für den Transformator-Kern so verändern, dass an Ecken und Biegungen die Magnetfelder fluffig fließen anstatt wie bisher abzureißen und Verluste zu produzieren. Sie wollen gewissermaßen dem Magnetfluss in den Kernblechen elegantere Flussbetten formen.

Die Flux-LMDR-Leitung hat das Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden übernommen. Beteiligt sind außerdem die Dr. Brockhaus Messtechnik, Heinrich Georg GmbH, die Maschinenfabrik Arnold, die SBG Neumark GmbH und Rofin-Sinar Laser. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt

„Wir sehen ein Potenzial in der Strukturierung von Transformator-Einzelblechen“, betonte IWS- Projektkoordinator Dr. Andreas Wetzig. „An deren Ecken weicht der Magnetfluss von der Vorzugsrichtung ab, die das Material vorgibt. Die daraus resultierenden erhöhten Verluste möchten wir reduzieren und den Transformator somit effizienter machen.“ Der neue Lösungsansatz sei, den magnetischen Fluss mittels Laserstrukturierung so zu lenken, dass er sich an das Transformator-Design anpasst.

Letztlich könnte dies auch einen volkswirtschaftlich messbaren Beitrag leisten, Energie zu sparen. Denn Transformatoren werden in den großen Netzwerken vom Kraftwerk bis zum letzten Haushalt immer wieder benötigt, um Strom auf die gerade benötigte Spannung zu transformieren. Und vor allem in aufstrebenden Schwellenländern ist die Nachfrage für kleine und witterungsbeständige Trafos groß. Die werden recht rasch auf einem Mast am Straßenrand installiert, wenn wieder neue Bewohner in ein Stadtviertel gezogen oder neue an einem Straßenzug Kleingewerbe eröffnet haben.

iws.fraunhofer.de

Von DNN

Lokales Dresden soll neue Attraktion erhalten - Kopie des Neptunbrunnen ans Japanische Palais
19.12.2017
19.12.2017
Lokales Europa fördert innovative Konzepte - Leuchtturmstadt Dresden
19.12.2017