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Lokales Forschungsprojekt: Roboter in Pflege und Therapie von Demenzkranken
Dresden Lokales Forschungsprojekt: Roboter in Pflege und Therapie von Demenzkranken
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17:17 12.07.2017
Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) und Diplom-Informatiker Frank Bahrmann mit zwei Roboterassistenten für die Pflege und Therapie Demenzkranker.
Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) und Diplom-Informatiker Frank Bahrmann mit zwei Roboterassistenten für die Pflege und Therapie Demenzkranker. Quelle: dpa
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Dresden

Hightech für Alzheimer-Patienten: Roboter sollen künftig in der Pflege und Therapie von Demenzkranken zum Einsatz kommen. Ein entsprechendes Forschungsprojekt in Regie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) erhielt am Mittwoch einen Zuschuss von knapp 815.000 Euro. Das Geld stammt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. An dem Vorhaben sind auch die Universität Erlangen-Nürnberg und weitere Partner beteiligt.

Der Roboter soll beispielsweise als „Nachtwächter“ bei der Pflege auf Stationen oder zu Hause helfen, mit Patienten kommunizieren, Informationen liefern und bei Bedarf Personal in Bewegung setzen. Dabei ist die Technik ausschließlich als Assistenz gefragt. Es mache keinen Sinn, dass ein Roboter der Oma die Brille hinterhertrage, wenn diese gar nicht mehr wisse, was sie mit der Brille machen soll, hieß es. Es gehe auch nicht darum, dass Roboter alte Leute „bespaßen“.

Einer der Prototypen soll in einem Dresdner Pflegeheim sowie in der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum autonom patrouillieren und Bewohner beziehungsweise Patienten in potenziell kritischen Situationen erfassen - beispielsweise wenn ein Demenzkranker nachts orientierungslos die Gänge herumirrt und zu stürzen droht. Dann soll der Roboter Personal zu Hilfe holen und dem Betroffenen den Weg in einen für ihn riskanten Bereich wie ein Treppenhaus versperren.

Am Mittwoch führten Wissenschaftler der HTW vor, wie ein Roboter Patienten durch Sprache beruhigt und ihnen Ratschläge gibt. „Ruhen sie sich doch noch etwas aus, sie wollen doch morgen wieder fit sein“, ließ sich eine menschlich klingende Computerstimme vernehmen. Die Universität Erlangen-Nürnberg möchte die Roboter in ihr Therapiekonzept MAKS integrieren. Das Kürzel steht für „motorische, alltagspraktische, kognitive und spirituelle Aktivierungstherapie“ und umfasst eine gezielte Förderung von Demenzkranken.

dpa

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