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Lokales Foodraising-Party: Kulinarisches Fest der Superlative in Dresden
Dresden Lokales Foodraising-Party: Kulinarisches Fest der Superlative in Dresden
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13:43 20.01.2020
Die Fischsommeliers Brain Frank und Olaf Bergmann (v.l.) verteilen Austern. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Rund 300 Gäste haben bei der dritten Auflage der Foodraising-Party des Sonnenstrahl e.V. am Samstagabend in der Gläsernen Manufaktur ein kulinarisches Fest der Superlative gefeiert. Mehr als 20 Gastronomen präsentierten sich an „Marktständen“ mit Gerichten, deren bloßer Anblick schon ein freudiges Feuerwerk für sämtliche Sinne entfachte.

Austern oder Harzer Roller?

Ob Entenleber in Rocher-Optik vom Kochsternstunden-Sieger 2018 Sebastian Probst, Mario Pattis’ zartrosa Reh direkt aus der Küche des e-Vitrum oder schokoladige Kunstwerke aus der Manufaktur am Schlosspark– der Naschfuchs hatte allerorts Grund zum Jubel.

Am Stand von Transgourmet gab es nicht nur frischgeknackte Austern, sondern auch gleich noch allerhand Wissenswertes über die edlen Schalentiere zu erfahren. Denn mit Olaf Bergmann und Brain Frank waren zwei von weltweit nur 94 Fischsommeliers vor Ort.

Wer bisher dachte, dass Austern geschlürft und dann am besten schnell runtergeschluckt werden sollten, befindet sich damit zwar in guter Gesellschaft, begeht aber einen groben Fehler, wie Frank lachend erklärt: „Das lernen ja schon die kleinen Kinder: Wenn etwas nicht schmeckt, dann bloß schnell runterschlucken. Bei Austern wäre das aber tatsächlich schade drum, man sollte schon drei- bis viermal kauen, damit sich der nussige Geschmack entfalten kann“.

Auch am Stand vom Gasthaus Oberschänke konnten sich die Gäste kulinarisch überraschen lassen, denn siehe da: Harzer Roller wird gratiniert auf geröstetem Knoblauchbrot zum echten Gourmethäppchen.

Kunstwerke für den guten Zweck

Begeistert vom Event zeigte sich auch Ingeborg Krüger. Die junggebliebene Seniorin, die in vierzehn Tagen ihren 93. Geburtstag feiert, lässt kaum ein Event des Sonnenstrahl e.V. aus. Als 2007 ihr Mann verstarb, wollte sie gern anderen etwas Gutes tun: „Wir hatten selbst keine Kinder, daher habe ich mich im Krankenhaus erkundigt, ob ich nicht für die an Krebs erkrankten Kinder etwas tun kann und wurde an den Verein vermittelt“, erzählt Krüger, die mit einer Freundin zur Party gekommen ist. Besonders gut gefällt ihr, „dass es kein Gedeck gibt, sondern so viele verschiedene Dinge, die man probieren kann – schließlich hat ja jeder einen anderen Geschmack“.

Ebenfalls ihren Geschmack treffen die Werke der Künstlerin Sabine Listemann. Ihre handgefertigten Figuren, vor allem Engel aber auch verschiedene Tiere, sollen ihren neuen Besitzer beschützen – ein Gedanke, der Krüger gut gefällt. Ein Teil des Verkaufserlöses der Figuren wie auch der Bilder aus der Sonderausstellung, die das Künstlerpaar Gaby Bachmann und Kay „Leo“ Leonhardt eigens für diesen Abend gestalteten, ging ebenfalls an den guten Zweck der Veranstaltung.

Über 60.000 Euro für die Krebsforschung

Die Besucher konnten außerdem Lose erwerben und natürlich spenden, denn für die Erforschung von Krebs im Kindesalter wird weiterhin viel Geld benötigt. Umso überwältigter zeigte sich der Vorstandsvorsitzende des Sonnenstrahl e.V. Andreas Führlich „über die herausragende Spendensumme“ von 60.536, 51 Euro, die an dem rundum gelungenen Abend zusammenkam.

Unterstützt wird mit dem Geld ein Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Dresden. Untersucht werden die Ursachen von Krebs im Kindesalter und inwieweit diese auf genetischen Veränderungen beruhen können. Pro Jahr werden am Universitätsklinikum rund 70 Kinder mit Neuerkrankungen von Krebs betreut. Die Untersuchung einer Familie auf den genetischen Fingerabdruck kostet etwa 1000 Euro. Die Information, ob eine genetische Veranlagung vorliegt, ist nicht nur wichtig für künftige Vorsorgeempfehlungen sondern kann auch Nebenwirkungen der Therapie erheblich reduzieren.

Von Kaddi Cutz

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