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Lokales First Sensor Dresden rechnet mit Wachstum im Autosektor
Dresden Lokales First Sensor Dresden rechnet mit Wachstum im Autosektor
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13:00 10.08.2018
Blick in den Reinraum der „First Sensor Microelectronic Packaging GmbH“ in Klotzsche. Dort entstehen unter anderem Drehwinkelsensoren und Teile von Photdioden, die für das autonome Fahren Bedeutung haben.
Blick in den Reinraum der „First Sensor Microelectronic Packaging GmbH“ in Klotzsche. Dort entstehen unter anderem Drehwinkelsensoren und Teile von Photdioden, die für das autonome Fahren Bedeutung haben. Quelle: First Sensor PR
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Dresden/Berlin

Zertifikatoren haben den Dresdner Elektronikschmieden von „First Sensor“ bescheinigt, dass sie den strengen Qualitätsstandard „IATF 16949“ erfüllen. Sie hoffen, dadurch nun mehr Aufträge aus der Automobilindustrie an Land ziehen zu können. Das geht aus einer Pressemitteilung der Berliner Unternehmenszentrale hervor.

Das Zertifikat können sich nun beide Dresdner Töchter am die Wand nageln: Die „First Sensor Mobility GmbH“ in der Albertstadt ist auf die Sensor-Entwicklung und -Produktion für Autos und Nutzfahrzeuge spezialisiert. Die „First Sensor Microelectronic Packaging GmbH“ (FS-MPD) – die ursprünglich aus dem DDR-Mikroelektronikzentrum ZMD in Klotzsche kümmert sich um die Endmontage der Sensorelektronik.

„Mit Kameras für Fahrassistenzsysteme und unseren OEM-Drucksensoren für energiesparende, verbrauchsarme Fahrzeuge verfügen wir über ein hochattraktives Produktportfolio“, kommentierte Wilhelm Prinz von Hessen, der Chef der First Sensor Mobility GmbH den Zertifizierungserfolg. „Wir werden auf dieser Basis mit bestehenden und neuen Kunden unsere Marktanteile weiter ausbauen.“

Zur Jahresmitte werde das Unternehmen die Serienproduktion seiner neuen „Blue Next“-Kamerafamilie hochfahren, kündigte er an. Daran hängen langfristige Aufträge: Damit werde die Firma bis 2022 einen wichtigen Auto-Zulieferer von Fahrassistenzsystemen beliefern. Außerdem habe die Dresdner „First Sensor Mobility“ einen Lieferauftrag für Hochdrucksensoren für elektrohydraulische Lenkungen mit einem US-Autounternehmen für die Jahre 2019 bis 2024 abgeschlossen. Sie sollen für weniger Spritverbrauch amerikanischer Pick-Up-Fahrzeuge sorgen.

Die Kollegen von der FS-MPD in Klotzsche produzieren derweil Drehwinkelsensoren und Teile von Photodioden. Diese Bildsensoren werden in Lichtradar-Systeme (Lidar) eingebaut, mit denen autonome Autos den Straßenraum um sich herum mustern.

Das Mutterunternehmen „First Sensor“ hat 2017 im Automobilsektor 44,5 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte die Berliner Zentrale mit. Das entspreche einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz des Unternehmens (147,5 Millionen Euro). Insgesamt beschäftigt „First Sensor“ rund 900 Mitarbeiter.

Von Heiko Weckbrodt

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