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Lokales Film zum Juwelen-Diebstahl von Dresden im MDR
Dresden Lokales Film zum Juwelen-Diebstahl von Dresden im MDR
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08:05 17.12.2019
Ein Polizist vor dem Grünen Gewölbe. Es bleiben Fragen, wie es zu dem Juwelen-Diebstahl kommen konnte. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Nicht einmal zehn Minuten dauerte der Einbruch ins Grüne Gewölbe. Wenige Axthiebe reichten und das Sicherheitsglas gab nach. Juwelen von unermesslichem Wert sind verschwunden und damit Schätze von enormer kunsthistorischer Bedeutung. „Das war fast wie ‚Mission Impossible‘“, sagt Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes. „Die wussten genau, was sie taten.“ Fassungslosigkeit bei den Verantwortlichen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Neben einem brillantverzierten Degen verschwanden Orden, Schuhschnallen, Schulterstücke und Knöpfe - alle mit Diamanten besetzt. Wie kann man diese besonderen Schmuckstücke zu Geld machen? Lohnt sich ein Umarbeiten?

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Das erbeuteten die Diebe

Fotos der gestohlenen Schmuckstücke

Das hat ein MDR-Team bei den Diamantenschleifern und Edelsteinprüfern in Idar-Oberstein recherchiert. Wie gehen solche dreisten Diebe vor? Kunstdetektiv Arthur Brand in Amsterdam sagt: „Was diese Leute machen, die klauen das und geben es schnell weiter. Denn, wenn sie gefasst werden, dann werden wenigstens nicht das Gold, Silber oder die Diamanten gefunden. Drei oder vier Millionen - dafür vielleicht zwei Jahre im Knast. Die kalkulieren das mit ein.“

Octave Durham, der 2002 zwei Gemälde aus dem Van-Gogh-Museum in Amsterdam stahl, sich selbst als Meisterdieb im Ruhestand bezeichnet und tatsächlich seit seinem 18. Lebensjahr immer wieder in Banken einbrach und auch Juwelen erbeutete, kommentiert den Fall so: „Ich sehe die Täter nicht als Profis. Sie gehen zu viele Risiken ein. Ich denke, das sind Leute aus Osteuropa, die durch die Gegend fahren und sagen: Hey, wir haben da einige Diamanten in Deutschland. Lass uns das machen.“

Mehr zum Einbruch ins Grüne Gewölbe

Der Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe sorgt in Dresden auch weiterhin für Fassungslosigkeit. Noch immer fehlt jede Spur von den Tätern. Die Sonderkommission „Epaulette“ ermittelt auf Hochtouren.

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Wie versuchen nun die Ermittler, den Tätern auf die Spur zu kommen? Gibt es Parallelen zum spektakulären Diebstahl der 100-Kilo-Goldmünze in Berlin? Außerdem fragt „Exakt – Die Story“ nach, welche Sicherheitslücken es gab und welche Konsequenzen Museen in Sachsen und Deutschland daraus ziehen.

Zu sehen am Mittwoch, den 18. Dezember um 20.45 Uhr im MDR bei „Exakt – Die Story“.

Von Adina Rieckmann