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Lokales Feueralarm im Wahllokal
Dresden Lokales Feueralarm im Wahllokal
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23:41 01.09.2019
Ruhiger Verlauf der Wahl: Kreiswahlleiter Markus Blocher hatte nur eine Schrecksekunde. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Plötzlich heulte die Sirene los. Feueralarm im Wahllokal. „Das führte dann zur Evakuierung“, erklärte Kreiswahlleiter Markus Blocher am Sonntagabend. Und konnte wieder lächeln: Ein Raucher hatte im Sparkassengebäude am Dr.-Külz-Ring heimlich seinem Laster gefrönt und den Alarm ausgelöst.

Bei der Evakuierung gegen 14 Uhr musste die Wahlurne natürlich mit in Sicherheit gebracht werden. Feuerwehrleute durchstreiften das Wahllokal und gaben es nach 20 Minuten wieder frei. „Wir sind natürlich sofort hingefahren, als wir von dem Alarm erfahren haben. Der Wahlvorstand hat das ganz entspannt aufgenommen“, erklärte der Kreiswahlleiter.

Mögliche Strafanzeige droht

Blocher sieht sich einer möglichen Strafanzeige ausgesetzt – in einem Wahlbezirk sei diese ihm angedroht worden, weil die Wahlurne mit einem Schloss verschlossen, aber nicht verplombt war. „Von Verplombung steht aber nichts im Wahlgesetz“, erklärte Blocher, die Wahlurne müsse abgeschlossen sein. Was sie ja auch war.

Schließlich meldete sich am Abend auch noch die Polizei. Ein Wahlvorstand hatte die Beamten gerufen, nachdem eine Wahlbeobachterin lautstark die Auszählung gestört hatte. „Wahlbeobachter dürfen prinzipiell alles beobachten, von personenbezogenen Daten abgesehen“, erklärte Blocher, „aber sie dürfen die Abläufe nicht stören.“

4163 Wahlhelfer und 500 Mitarbeiter der Stadtverwaltung sorgten am Sonntag für einen reibungslosen Ablauf der Wahl, Informationen über Warteschlangen an Wahllokalen wie zur Kommunalwahl habe es nicht gegeben. Es hätten sich genau so viele ehrenamtliche Helfer gemeldet, wie benötigt worden seien, erklärte Blocher und bedankte sich bei allen Unterstützern der Wahl. Zwei Geburtstagskindern habe er persönlich Blumen im Wahllokal überreicht.

Wahlvorstände der Briefwahllokale hatten alle Hände voll zu tun

Im Gymnasium Bürgerwiese habe die Verwaltung eine Art Auszählzentrum für die Briefwahl eingerichtet, dort seien die Wahlhelfer von den Gymnasiasten versorgt worden. „Großartig“, findet der Kreiswahlleiter den Einsatz von Schülern und Schulleiter Jens Reichel.

Zumal die Wahlvorstände der Briefwahllokale alle Hände voll zu tun hatten: 122 500 Wählerinnen und Wähler hatten Briefwahlunterlagen beantragt, so viele wie noch nie. 120 000 davon kamen zurück.

Bis Freitag 16 Uhr konnte man Briefwahlunterlagen beantragen erklärte Blocher. „Aber wer so spät beantragt, hat wegen der Postlaufzeiten kaum die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben.“ 28 Prozent der Dresdner Wahlberechtigten haben von der Briefwahl Gebrauch gemacht, ein Rekordwert. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 72,2 Prozent. Deutlich mehr als 2014, als die Quote bei 57,2 Prozent lag.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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