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Lokales 25,6 Millionen Euro für Dresdens Fernsehturm
Dresden Lokales 25,6 Millionen Euro für Dresdens Fernsehturm
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21:43 12.05.2019
Michael Kretschmer (Mitte), OB Dirk Hilbert (links) und Bruno Jacobfeuerborn auf dem Fernsehturm. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Finanzierung für die Sanierung des Fernsehturms steht. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Sonntag auf dem Fernsehturm den Anteil des Freistaats für die Sanierung an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) übergeben. Das Budget von 25,6 Millionen Euro tragen der Bund mit Denkmalschutzfördermitteln zur Hälfte und die Landeshauptstadt Dresden sowie der Freistaat zu je einem Viertel.

Dresden stellt 6,4 Millionen Euro ein

„Ich bin froh, dass wir die 6,4 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre in den städtischen Haushalt einstellen konnten“, erklärte Hilbert. „Jetzt müssen wir die Themen Schritt für Schritt abarbeiten und das Feinkonzept abstimmen.“ Dann könne die Ausführungsplanung erarbeitet und mit der Sanierung begonnen werden.

Bruno Jacobfeuerborn, der Geschäftsführer des Besitzers Deutsche Funkturm GmbH, erklärte, er könne sich noch nicht auf einen Eröffnungstermin festlegen. „Das macht noch keinen Sinn. Zuerst müssen wir einen Betreiber finden.“

Der Zugang muss funktionieren

Interessenten hätten sich noch nicht bei ihm gemeldet, so der Geschäftsführer. „Aber wenn der Zugang zum Fernsehturm funktioniert, werden wir einen Betreiber finden, der etwas Funktionierendes aufbaut.“ Hilbert erklärte, die Stadt habe Ideen und Konzepte für die Zufahrt. „Wir arbeiten sehr intensiv an einer innovativen Lösung, die allen Rechnung trägt, auch den Anwohnern des Fernsehturms.“ Eine Seilbahn, wie vom Fernsehturmverein gewünscht, sehe er aber nicht, so der OB.

Kretschmer erklärte, er könne nach seinem ersten Besuch die Faszination des Fernsehturms nachvollziehen. „Niemand sollte jetzt glauben, dass im nächsten Jahr etwas fertig sein wird. Aber wir haben einen Punkt erreicht, den wir so noch nie hatten. Es gibt eine realistische Möglichkeit, den Fernsehturm für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.“

Keine Speisen auf der Plattform zubereiten

Dafür müssen aber laut Jacobfeuerborn sehr dicke Bretter gebohrt werden. Nur noch ein Fahrstuhl ist funktionstüchtig, in den anderen Fahrstuhlschacht sind sämtliche Kabel für den Funkturm eingebaut worden. „Diese müssen verlegt werden.“ Der Betreiber müsse mit einigen Einschränkungen leben. So dürften im Turmrestaurant keine fetthaltigen Lebensmittel verarbeitet werden. Heißt: Wenn warme Speisen angeboten werden sollen, müssen diese am Fuße des Fernsehturms zubereitet und mit dem Aufzug ins Restaurant transportiert werden. „Man darf als Interessent nicht blauäugig an die Sache herangehen“, so der Geschäftsführer.

Jacobfeuerborn kündigte für den 11. Oktober einen Tag der offenen Tür zum 50. Jubiläum des Fernsehturms an. Dann dürfen einige Dresdner die Aussichtsplattform betreten und den Blick auf die Stadt genießen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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