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Lokales Fehlendes Fördergeld: Diese Straßenbauvorhaben muss Dresden streichen
Dresden Lokales Fehlendes Fördergeld: Diese Straßenbauvorhaben muss Dresden streichen
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07:21 13.07.2019
An der Gehestraße (Bildmitte) entsteht unterhalb des neuen Schulcampus Pieschen ein neuer Geh- und Radweg. Dafür hat Dresden das trotz ausbleibender Fördermittel das Geld zusammenkratzen können. Andere geplante Vorhaben sind gestrichen. Quelle: Jürgen-M. Schulter/Archiv
Dresden

Es ist eine bittere Erfahrung: Verschiedene Projekte werden erdacht, eingeplant und vorbereitet – und dann fehlt auf einmal das Geld. So ist das Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) passiert, der sämtliche 2019 geplanten Ausbauvorhaben an Dresdner Brücken und Straßen auf den Prüfstein legen musste, weil der Freistaat in diesem Jahr dafür deutlich weniger Fördergeld ausreicht. Herausgekommen sind zwei Listen, eine grausamer als die andere. Auf der ersten stehen die Projekte, die auf vorerst unbestimmte Zeit verschoben sind. Auf der anderen die Vorhaben, die mit dem derart eingesparten Geld finanziert werden – mit komplett eigenen Mitteln.

Noch ist unklar, wie sich diese Praxis auf die nächsten Jahre auswirkt. Dann drohen Eigenmittel zu fehlen, die jetzt ausgegeben werden müssen, um bereits angeschobene Projekte zu finanzieren. Im schlimmsten Fall bietet der Freistaat wieder Fördergeld in Hülle und Fülle – und Dresden kann trotzdem nicht bauen, weil nicht genug eigenes Geld da ist.

Die Streichliste umfasst Vorhaben, bei denen Kosten über 5,5 Millionen Euro nicht finanziert sind. Diese Projekte werden später erledigt, wann ist offen.

Die Eisenbahnbrücke im Zuge der Talstraße in Cossebaude sollte eigentlich ab Mai bis Juni 2020 erneuert werden. Die Talstraße wird als wichtige Verbindung nach Oberwartha gebraucht, weswegen die Brückensanierung eigentlich hohe Priorität hat. Außerdem sind die Absprachen mit der Bahn über Sperrungen äußerst kompliziert und brauchen bis zu drei Jahre Vorlauf. Die 2,3 Millionen Euro Baukosten müssen aber nun eingespart werden.

Die Brücke über den Maltengraben im Zuge der Lugaer Straße sollte eigentlich ab September bis Mai 2020 abgerissen und erneuert werden. Weitere Arbeiten waren an der Lugaer Straße geplant. Die Kosten für den Straßenbau sind unbekannt, für die Brückenerneuerung wurden sie auf etwa 635 000 Euro geschätzt.

Die Brücke über den Wiesengraben im Zuge der Bautzner Landstraße und der Durchlass unter der Bahnhofstraße in Weißig sollten für 820 000 Euro abgerissen und erneuert werden.

Im Ortsteil Schullwitz sollten die Arbeiten an der Bühlauer Straße weitergehen. Die Gemeindestraße sollte in einem Abschnitt zwischen Haus Nr. 28 und Aspichring ausgebaut werden und ordentliche Fußwege erhalten.

Die Vorhabenliste ist umfangreicher. 6,9 Millionen Euro ausbleibender Fördermittel mussten im Haushalt zusammengekratzt werden, um die teils schon begonnenen Bauprojekte zu finanzieren.

1,2 Millionen Euro kostet es, den Gehweg auf der Richtung Waldschlößchenbrücke gelegenen Brückenseite des Blauen Wunders instand zu setzen. Im nächsten Jahr soll eigentlich die großangelegte Reparatur des Stahlfachwerks der Brücke beginnen, bei der auch neuer Korrosionsschutz aufgebracht wird. Dafür hatte Dresden allerdings ebenfalls einen hohen Anteil an Fördermitteln eingeplant.

An der Bautzner Straße haben die Arbeiten an Fahrbahnen, Gleisanlage, Geh- und Radwegen bereits begonnen. Dort entsteht auch eine neue Querung für Radler auf Höhe der Alaunstraße. 2,9 Millionen Euro betragen die Gesamtkosten, die Dresdner Verkehrsbetrieben bezahlen den Großteil und haben dafür rund 700 000 Euro Fördergeld vom Freistaat erhalten.

Der Plantagenweg wird als Zugang zur 88. Grundschule in Hosterwitz gebraucht. Deshalb war eine Verschiebung der bis Frühjahr 2020 geplanten Arbeiten keine Option. Kostenpunkt: rund 550 000 Euro.

An der Gehestraße entsteht als Zugang zum neuen Schulcampus Pieschen ein Geh- und Radweg für rund 350 000 Euro.

Neben der größten Maßnahme des Jahres 2019 – der Sanierung des ersten von drei Brückenzügen der Carolabrücke für rund 4,9 Millionen Euro stehen noch zwei kleinere Vorhaben: Der Durchlass über den Gorbitzbach an der Straße „Am Brunnen“ sowie der öffentliche Fuß- und Radweg 97 in Leubnitz.

Von Uwe Hofmann

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