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Lokales Familie Seltmann nimmt ihren Passat GTE in Empfang
Dresden Lokales Familie Seltmann nimmt ihren Passat GTE in Empfang
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08:57 24.11.2018
Mit Starkstrom, an der Elektroladesäule und auch per gewöhnlichem Hausanschluss lässt sich die Batterie des Passat-Hybrids laden, wie Christian Seltmann demonstriert. Dauer: 2,5 bis 4,5 Stunden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Lautlos rollt der Plug-in-Hybrid über den schmalen Weg in Dresden-Mickten. Am Steuer: Christian Seltmann, seit Freitag nun offiziell DNN-Autotester. Eine Woche lang werden er und seine Familie einen von den DNN zur Verfügung gestellten VW Passat GTE im Alltag prüfen – und der kann sehr lebendig werden. Der 45-jährige verwitwete Statiker ist Vater von vier Kindern: Luise (17), Anna(15), Josephine (13 und Robert (6). Sie alle müssen mit Sack und Pack, zu dem auch Josephines Rollstuhl gehört, in den Hybrid aus Benziner und Elektromotor passen.

„Es ist erst einmal ein schönes Auto“, lautet Seltmanns erstes Fazit, nachdem er den Passat, der derzeit im Handel nicht zu haben ist, ein paar Meter bewegt und sauber geparkt hat. Ungewohnt ist für ihn das „Mäusekino“, wie er es nennt – unzählige Anzeigen und Steuerungsoptionen, die ihm von Mittelkonsole und Armaturenbrett entgegenblinken. „Daran gewöhnen sie sich schon“, sagt Norbert Ziese. Er hat das Auto binnen dreieinhalb Stunden von Wolfsburg nach Dresden gebracht und frisch gewaschen und vollgetankt zum Autotest übergeben. Während der Fahrt hat er die Batterie des Hybridfahrzeugs aufgeladen. Sie ist jetzt fast voll, knapp 40 Kilometer könnte Seltmann nun allein mit elektrischem Antrieb zurücklegen. „Dafür habe ich auch ein bisschen mehr verbraucht als üblich“, räumt Ziese ein. Elf Liter auf 100 Kilometer hat der Bordcomputer berechnet. „Ich war auch ein bisschen sportlich unterwegs“, begründet Ziese. Für Seltmann ist der Verbrauch eine entscheidende Größe. „Ich werde mal sehen, wo ich rauskomme.“

120 Kilometer Arbeitsweg hat der Statiker drei Mal in der Woche nach Lauchhammer und zurück zu bewältigen. Die restlichen Tage arbeitet er von zuhause aus. Diese Strecke wird er sowohl elektrisch, als auch mit dem Benziner zurücklegen, weil laut VW die Batterieleistung für maximal 50 Kilometer ausreicht. „Im Hybridmodus sind beide Antriebe gleichzeitig wirksam – dann kommen sie auf etwa 230 PS“, erläutert Ziese bei der Autoübergabe. Dieser Modus werde automatisch eingestellt, sobald das Auto mit dem Elektroantrieb auf mehr als 130 Stundenkilometer beschleunigt werde. Wie sich das anfühlt, wird Familienvater Seltmann in der nächsten Woche erfahren. Vom ersten lautlosen Gleiten – der Passat GTE startet immer zuerst im Elektroantrieb – hat er jedenfalls einen guten Eindruck gewonnen.

Doch es gibt auch einen ersten Anflug von Kritik: „Der Kofferraum hat mich zuerst enttäuscht“, sagt er. Er fällt weniger geräumig aus als erhofft, was beim Verstauen von Josephines Rollstuhl zum Problem werden könnte. „Das werden wir ausprobieren müssen“, sagt der 45-jährige. Für Pluspunkte sorgt dagegen das Glasdach, das sich teilweise öffnen lässt. Außerdem ein Vorteil: Im niedrigeren Passat wird Josephine sehr wahrscheinlich ohne Hilfe Platz nehmen können. Beim Kleinbus, den Familie Seltmann derzeit nutzt, ist das ohne das Mitwirken von Vater Christian nicht möglich. Austesten will das die Familie bei einem Ausflug. „Warum nicht nach Amsterdam?“, schlägt Tochter Luise vor. Seltmanns planen den Härtetest.

Von Uwe Hofmann

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