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Lokales DGB-Projekt leistet Aufklärungsarbeit auf Rasthöfen
Dresden Lokales DGB-Projekt leistet Aufklärungsarbeit auf Rasthöfen
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16:12 09.02.2018
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Symbolbild  Quelle: dpa
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Dresden

 Mit einer Infoaktion für Faire Arbeit in der Transportbranche machen das DGB-Projekt „Faire Mobilität“, die Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen (BABS) und Ehrenamtliche von ver.di am Samstag, dem 10. Februar, auf Fälle von Lohnbetrug in der LKW-Transportbranche aufmerksam. Opfer sind häufig Fahrer aus Osteuropa. Daniela Kolbe, Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD wird die Aktion begleiten. Beratungsteams werden zwischen 12 und 16 Uhr auf der Raststätte am Dresdner Tor in Fahrtrichtung Chemnitz unterwegs sein, um über Arbeitsrechte zu informieren. Dabei werden Fahrer in ihrer Muttersprache angesprochen und mit Flyern über ihre Rechte in Deutschland informiert.

Die Aktion richtet sich an eine Gruppe von Beschäftigten, die zum Beispiel oft um den Mindestlohn geprellt und auch im Krankheitsfall systematisch um einen Großteil der Lohnfortzahlung betrogen wird. Michael Wahl vom DGB-Projekt Faire Mobilität gibt Einblicke in den Berufsalltag der Kraftfahrer: „Wir haben in den letzten 7 Monaten mit etwa 1600 osteuropäischen Fahrern gesprochen und beobachten eine besorgniserregende Systematik sowie teils menschenunwürdige Lebenszustände.“

Das DGB-Projekt Faire Mobilität führt seit Juli 2017 rund 30 Aktionen für Lkw-Fahrer auf Raststätten und Autohöfen in ganz Deutschland durch. Ziel ist es, auf Missstände aufmerksam zu machen und „Gute Arbeit“ im Transportsektor aktiv zu fördern. Mehr Informationen: http://www.faire-mobilitaet.de/

Von Carolin Seyffert

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