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Lokales Fahrplanwechsel am Sonntag: Sechs Dinge, die Dresdner Bahnreisende wissen müssen
Dresden Lokales Fahrplanwechsel am Sonntag: Sechs Dinge, die Dresdner Bahnreisende wissen müssen
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10:24 11.12.2019
Am Dresdner Hauptbahnhof ändert sich einiges: Bahnsteignummern, Abfahrtszeiten – und Fahrtziele. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Ab Sonntag gilt im Bahnverkehr ein neuer Fahrplan. Dieses Jahr fallen die Änderungen in und um Dresden sehr umfangreich aus. Eine neue IC-Linie an die Küste, mehr Züge im Regionalverkehr – aber auch Einschnitte auf der Verbindung nach Prag. Und: Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember müssen sich Bahnreisende auf eine neue Nummerierung der Bahnsteige am Dresdner Hauptbahnhof einstellen. Die DNN fassen die wichtigsten Veränderungen zusammen.

Neue Nummern für Bahnsteige am Hauptbahnhof

Mit viel Aufwand lässt die Deutsche Bahn derzeit die Bahnsteige in der Mittelhalle des Dresdner Hauptbahnhofs sanieren. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis in das nächste Jahr – eine Neuerung greift aber schon jetzt. Denn die bisher lückenhafte Durchnummerierung der Gleise verschwindet, statt der Bezeichnung der Gleise 1 bis 19 gibt es künftig nur noch die Gleise 1 bis 14.

So sind die Gleise am Hauptbahnhof künftig nummeriert

Diese Gleise am Dresdner Hauptbahnhof erhalten neue Nummern. (alt/neu).

Gleis 6 wird zu Gleis  5

Gleis 9 wird zu Gleis  6

Gleis 10 wird zu Gleis  7

Gleis 11 wird zu Gleis  8

Gleis 12 wird zu Gleis  9

Gleis 13 wird zu Gleis 10

Gleis 14 wird zu Gleis 11

Gleis 17 wird zu Gleis 12

Gleis 18 wird zu Gleis 13

Gleis 19 wird zu Gleis 14

Die Gleise 1 bis 4 behalten ihre Nummerierung.

Von Dresden direkt bis zur Küste und stündlich nach Berlin

Mit ihrer bereits 2015 eingeläuteten Offensive „Starke Schiene“ will die Deutsche Bahn Schritt für Schritt ihr Angebot im deutschen Fernverkehr ausbauen – und nimmt dazu ab Mitte Dezember eine neue IC-Verbindung von Dresden an die Ostsee in Betrieb. Die Züge rollen zunächst zwischen Dresden und Rostock, ab Mai sogar bis Warnemünde.

Weil die eigentlich dafür vorgesehenen Züge noch nicht einsatzbereit sind, werden es zunächst nur drei zwischen Elbe und Ostsee durchgehende Verbindungen sein, ab März gibt es dann den Zweistundentakt. Mit der neuen Linie verbessert sich auch das An­gebot zwischen Dresden und Berlin erheblich. Denn künftig rollen damit zwischen beiden Städten im Stundentakt Fernzüge. Außerdem halten die IC-Züge künftig auch am neuen Flughafen BER. Die Fahrt bis Rostock dauert etwa viereinhalb Stunden, Tickets werden ab 19,90 Euro zu haben sein.

Früh- und Abendverbindung nach Prag vorerst gestrichen

Bislang rollt von Dresden bereits ab 7.10 Uhr ein Eurocity nach Prag und abends ab 18.32 Uhr einer in die Ge­genrichtung. Beide Angebote fallen ab diesem Sonntag ersatzlos weg. Die Verbindung war unter anderem bei Tagesausflüglern in Richtung Moldau beliebt. Künftig fährt der erste EC-Zug um 9.10 Uhr, die letzte Rückfahrt ohne Umstieg ab Prag ist um 16.26 Uhr möglich.

Spätere und frühere Verbindungen gibt es zwar weiterhin – allerdings nur mit Umstiegen und Regionalzügen. Zudem dauert die Fahrt damit in der Summe fast eine Stunde länger. Immerhin: Ab 5. Mai wird es wieder am Morgen ab 8.10 Uhr einen zusätzlichen Zug von Dresden nach Prag geben, der dann weiter direkt bis Wien fährt und abends in der Gegenrichtung unterwegs ist (ab 17.32 Uhr in Prag).

Neuer Takt in der Oberlausitz zwingt zum Umdenken

Unter anderem um die Anbindung der Oberlausitz an Dresden und den Fernverkehr zu verbessern wird mit dem Fahrplanwechsel der gesamte Takt auf den Verbindungen in Ostsachsen neu geordnet. Für Pendler in Richtung Bautzen, Görlitz und Zittau, aber auch für Bahnnutzer im Dresdner Norden und im Rödertal heißt es Umdenken: Die Abfahrtszeiten der Trilex-Züge weichen ab Sonntag deutlich vom bisherigen Fahrplan ab – was sogar Folgen für die RB-Linie 34 der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) in Richtung Kamenz hat. Damit auf der Bahnstrecke zwischen Dresden und Radeberg weiter ein sinnvoller Takt besteht, sind auch auf dieser Linie die Abfahrtzeiten an­gepasst worden. Heißt: Fahren die Triebwagen heute noch zur vollen Stunde ab Dresden Hauptbahnhof ab, tun sie dies künftig stets kurz nach halb.

Mehr Expresszüge nach Görlitz und hinüber bis nach Polen

Mit dem Fahrplanwechsel ändern sich aber nicht nur die Fahrzeiten zwischen Elbe und Neiße – sondern rollen künftig auch mehr Expresszüge zwischen Dresden und Görlitz. Im neuen Fahrplan werden montags bis freitags statt wie bisher neun dann 17 Expresszüge je Richtung un­terwegs sein. Die bisher 18 Regionalzüge, die auch an kleineren Halten stoppen, bleiben erhalten.

Au­ßerdem fahren ab Dresden künftig bis zu zehn Züge täglich hinüber bis nach Zgorzelec. Dort haben Reisende direkten Anschluss ans polnische Bahnnetz, können von dort mehrfach täglich ohne weiteren Umstieg nach Zielona Góra (Grünberg) und nach Wrocław (Breslau) gelangen (DNN berichteten). Aber: Weil die frisch elektrifizierte Strecke von Zgorzelec nach Węgliniec (Kohlfurt) noch nicht abgenommen ist, könnten in diesem Abschnitt bis Frühjahr noch Dieseltriebwagen oder Ersatzbusse fahren, was einen erneuerten Umstieg in Węgliniec nötig macht.

Der Preis fürs Sachsenticket wird angehoben

Mit dem Fahrplanwechsel dreht die Bahn auch an der Preisschraube ihres Sachsentickets, mit dem einen Tag lang bis zu fünf Reisende kreuz und quer durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Nahverkehrszügen fahren können. Der Preis für eine Person (25 Eu­ro) bleibt zwar gleich, das Ticket für zwei verteuert sich aber um einen Euro auf 33 Euro, drei Reisende zahlen 41 statt 39, vier 49 statt 46 und das Fünfpersonen kostet 57 Eu­ro statt wie bisher 53 Euro.

Von Sebastian Kositz

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