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Lokales FDP will eine gefährliche Engstelle auf der Wernerstraße in Dresden entschärfen
Dresden Lokales FDP will eine gefährliche Engstelle auf der Wernerstraße in Dresden entschärfen
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12:58 22.11.2019
Es geht eng zu auf der Wernerstraße im Stadtteil Löbtau. So eng, dass es teilweise weder Radwege noch Mittelstreifen gibt. Die FDP will mit einer radikalen Methode mehr Platz schaffen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die FDP-Stadtratsfraktion wirft den Dresdner Verkehrsplanern in Löbtau Trödelei vor. Es sei „unverständlich“, dass die „Wernerstraße noch nicht angegangen wurde“, sagt Stadtrat Christoph Blödner und fragt: „Was machen die zusätzlichen Planer des Baubürgermeisters eigentlich?“ Mit einem eigenen Vorschlag, wie die durch steigende Verkehrsbelastung auf der Straße noch verschärften Probleme gelöst werden können, soll sich nun der Stadtrat beschäftigen.

Eng und kurvig

Anlass dafür ist, dass immer mehr Autos über die Wernerstraße fahren. Genaue Zahlen dafür gibt es nicht, zumindest beantwortet die Stadtverwaltung die Frage danach nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass zu den 2011 je nach Abschnitt gezählten 6400 bis 10.100 Autos am Tag deutlich mehr hinzu gekommen sind. Schließlich nimmt die Wernerstraße inzwischen den Verkehr von der Kesselsdorfer Straße auf, der kurz vor der Kreuzung mit der Tharandter Straße nicht mehr durch die neue Zentralhaltestelle für Busse und Bahnen fahren kann.

Also biegen Autofahrer in Richtung Stadtzentrum kurz vor der Zentralhaltestelle links ab und gelangen auf eine zunächst ganz passabel ausgebaute zweispurige Straße. Nach der Kreuzung mit der Lübecker Straße ändert sich das jedoch: Die Radwege enden im nichts, sogar der Mittelstreifen hört einfach auf.

Rechts endet der Radweg ganz plötzlich. Die Mittelstreifen-Markierung hört in der Kurve auf. Quelle: Anja Schneider

Das sei so „aufgrund der geringen Fahrbahnbreite im Bestand und der Kurvenlage“, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Regelwerke ließen eine Fahrbahnmarkierung nicht zu. Ein Problem, dass die Stadtplaner im Rathaus bereits beschäftige. Ende des Jahres wollen sie erste Ergebnisse einer „Verkehrskonzeption für Löbtau“ vorstellen – mit Vorschlägen, wie man die Engstelle anpackt.

Stadtrat Blödner fragt sich, warum die Wernerstraße nicht für steigende Verkehrszahlen fit gemacht wurde, bevor die Kesselsdorfer Straße mit Beginn der Bauarbeiten am Anfang des Jahresgekappt wurde. Schließlich taucht die Strecke als laufende Nummer 697 auch im 2017 verabschiedeten Radverkehrskonzept auf, worauf auch die Stadtverwaltung verweist. „Nach Bau Zentralhaltestelle voraussichtlich hohes Verkehrsaufkommen“, heißt es da zur Begründung. Trotzdem scheint die „neu entstandene Hauptverbindungsstrecke“ in Löbtau vergessen worden zu sein, mutmaßt die FDP.

Parkplätze auf dem Fußweg?

Die Stadtrats-Fraktion hat einen konkreten Lösungsansatz, wie man die Engstelle zwischen Lübecker und Columbusstraße umbauen könnte. Sie schlägt vor, Parkplätze von der Fahrbahn auf den dort „überbreiten“ Fußweg zu verlegen. So könnte auf der Fahrbahn Platz für eine Mittelmarkierung und für eine sichere Radverkehrsanlage geschaffen werden, „ohne den Autoverkehr einzuschränken“.

Dafür müssten allerdings Fußgänger einen gehörigen Teil ihres Schutzraums abgeben und das Blech würde näher an die Wohngebäude heranrücken. „Die Wernerstraße ist ein sehr gutes Beispiel, wie man mit kleinen Maßnahmen wesentliche Verbesserungen und mehr Sicherheit sowohl für Auto- und Radfahrer erreichen kann“, zeigt sich Christoph Blödner dennoch mit der gefundenen Variante zufrieden.

FDP-Stadtrat Christoph Blödner Quelle: PR

Ein gangbarer Weg? Dazu müssen sich der Stadtbezirksbeirat Cotta und der Bauausschuss demnächst eine Meinung bilden. Die Stadtverwaltung verkneift sich auf Anfrage jeden Kommentar zum Vorschlag, lässt aber durchblicken, dass die mit der „verkehrstechnischen Untersuchung zur Einordnung von Radverkehrsanlagen“ beschäftigten Stadtplaner ähnliche Überlegungen anstellen.

Man teile grundsätzlich das Ziel, die Verhältnisse an der Wernerstraße für Radfahrer zu verbessern. Dabei werde auch über einen Wegfall der Stellplätze in der Engstelle nachgedacht. „Inwieweit die Parkraumsituation in Zukunft verändert wird, und ein Umbau realisiert werden kann, wird innerhalb der oben genannten Planungen noch entschieden“, heißt es aus dem Rathaus. Es sei noch nicht abzusehen, wann die Engstelle entschärft werden könne.

Von Uwe Hofmann

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