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Lokales FDP: Abrissgrundstücke für Neubau freigeben
Dresden Lokales FDP: Abrissgrundstücke für Neubau freigeben
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09:00 23.09.2018
Der Abriss der Sternhäuser in Prohlis. Quelle: Sebastian Kahnert
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Dresden

In Dresden sind in den vergangenen 15 Jahren mit Fördermitteln des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau Ost“ auf 74 Grundstücken rund 8000 Wohnungen abgerissen worden. Die Fördermittel sind unter der Bedingung geflossen, dass zehn Jahre lang keine Mietwohnungen auf den Grundstücken errichtet werden. Für 28 Grundstücke gelten diese Zweckbindungsfristen noch, teilte jetzt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf Anfrage von Holger Zastrow, Vorsitzender der Stadtratsfraktion FDP/Freie Bürger, mit.

Der FDP-Politiker fordert, dass die Bindungsfristen für alle Grundstücke aufgehoben werden. „In ganz Dresden fehlen geeignete Grundstücke für den Wohnungsbau. Hier liegt ein Potenzial brach, das unkompliziert genutzt werden könnte“, so Zastrow. In Zeiten, in denen der Wohnraum knapp ist, könne es sich die Stadt nicht leisten, geeignete Flächen für den Wohnungsbau brach liegen zu lassen. „Früher gab es ein Überangebot von Wohnungen und der Abriss wurde gefördert. In der jetzigen Situation müssen Bund und Land reagieren und die Flächen freigeben.“

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Zu den für den Wohnungsbau geeigneten Abrissgrundstücken, die von der Zweckbindungsfrist betroffen sind, gehören unter anderem Flächen an der Birkenstraße, der Lise-Meitner-Straße und am Omsewitzer Ring in Gorbitz, aber auch an der Zamenhofstraße in Leuben oder der Berzdorfer Straße in Prohlis. Aber auch am Johnsbacher Weg oder an der Dittersdorfer Straße in Seidnitz könnten Wohnungen errichtet werden, doch die Bindefrist läuft hier bis 2022.

Auch für die Grundstücke der Sternhäuser in Niedersedlitz, die 2011 abgerissen wurden, besteht noch ein Wiederbebauungsverbot. „Es ist ein Unding, dass diese Grundstücke nicht längst bebaut werden“, findet Zastrow und verweist darauf, dass sich selbst die Stadtverwaltung sehr schwer damit getan hat, kommunale Grundstücke für den Bau von Sozialwohnungen durch die neue städtische Gesellschaft „Wohnen in Dresden“ zu finden.

Auf einigen ehemaligen Wohnungsbaugrundstücken ist keine neue Wohnbebauung geplant. So sollen mehrere Flächen in Reick für den Wissenschaftsstandort Dresden-Ost genutzt werden.

Für sechs Grundstücke läuft in diesem Jahr die Bindefrist aus, für 40 ist sie bereits ausgelaufen. Einige werden gegenwärtig wieder bebaut, so Flächen an der Reicker Straße und der Prohliser Straße, auf denen das Immobilienunternehmen Vonovia Wohngebäude in Modulbauweise errichtet. Für andere Flächen wie an der Mobschatzer Straße in Cotta gibt es Bebauungsstudien, mehrere Flächen können laut Flächennutzungsplan nicht mehr für Wohnungsbau genutzt werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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