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Lokales Experimentieren im Haus der kleinen Forscher
Dresden Lokales Experimentieren im Haus der kleinen Forscher
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14:09 27.06.2019
Wissenschaft zum Anfassen. Roland Beyer lässt „Hutbergstrolch“ Jakob durch ein Teleskop blicken, dass er HZDR-Wissenschaftler selbst als 18-Jähriger gekauft hat. Quelle: "PR
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Dresden

Warum fällt ein Kran nicht um? Und wieso hält der Magnet am Kühlschrank? Solche und viele weitere Fragen werden in der ASB-Kita „Hutbergstrolche“ in Dresden-Weißig regelmäßig untersucht. Seit zehn Jahren ist die Einrichtung ein „Haus der Kleinen Forscher“.

Sie war 2009 die erste Kindertagesstätte in Dresden und die zweite in Sachsen, die diesen Namen tragen durfte. Mit diesem Titel werden bundesweit jene Kitas ausgezeichnet, die als Mitglied eines Netzwerks der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ regelmäßig mit den Kindern experimentieren und naturwissenschaftliche Fragestellungen fest in ihr Angebot einbinden.

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Für die Experimente mit den Kindern kommen bei den Hutbergstrolchen echte Wissenschaftler ins Haus. Basis ist ein Kooperationsvertrag mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Unter dem Motto „Kids mit Grips“ führen Mitarbeiter des HZDR die Vorschulkinder mit packenden Experimenten an Naturwissenschaften heran.

Dafür steht ein „Labor der Kleinen Forscher“ zur Verfügung, das mit Unterstützung des HZDR eingerichtet worden war. Umgekehrt hält die ASB Dresden & Kamenz GmbH einen Teil der Kindergarten und Krippenplätze in der Kindertagesstätte „Hutbergstrolche“ speziell für Kinder von Mitarbeitern des HZDR vor.

„Wir haben das Programm ,Kids mit Grips’ ins Leben gerufen, da wir der Überzeugung sind, dass die frühkindliche Neugierde in Bezug auf naturwissenschaftliche Fragestellungen leicht geweckt werden kann“, erklärt der Initiator der Veranstaltungsreihe Professor Jürgen Fassbender vom Institut für Strahlenphysik des HZDR. „Nur so kann es gelingen, mehr junge Menschen für die Naturwissenschaften zu begeistern und damit dem Fachkräfte-mangel in den MINT-Fächern entgegen zu wirken.“

Die Kinder erwarten die Wissenschaftler jeden Monat mit großer Vorfreude. „Kinder haben eine natürliche Neugier und verfolgen die Experimente unglaublich aufmerksam und interessiert“, so die Leiterin der ASB-Kita Sandra Kurzmann. „Es ist bewundernswert, mit welcher Geduld und wie anschaulich die Wissenschaftler die vielen Fragen nach dem Warum beantworten. Hier wird eine Basis gelegt für einen unbefangenen Umgang mit den Naturwissenschaften, und wir hoffen sehr, dass diese Begeisterung für Natur und Technik in der Schulzeit verstärkt wird.“

In das Projekt „Kids mit Grips“ waren bisher 18 Wissenschaftler des HZDR eingebunden. Sie gestalten jedes Schuljahr zehn Vormittage und bieten eins von 15 verschiedenen Themen aus der Physik, Mathematik, Chemie und Astronomie an. Alle Experimente werden in der Regel in fünf Durchgängen mit je fünf bis sieben Kindern durchgeführt. Im Juni widmet sich Roland Beyer vom Institut für Strahlentechnik dem Thema Licht und bereitet Versuche mit Linsen und Spiegeln für die Kinder vor. Sein sechsjähriger Sohn Emil wird auch in einer Vorschulgruppe in der Kita betreut.

Die ASB-Kindertagesstätte „Hutbergstrolche“ wurde 2008 komplett umgebaut und um ein weiteres Geschoss mit Spitzdach aufgestockt. Insgesamt finden nun 120 Kinder in dem Gebäude Platz, darunter 32 Krippenkinder. In diesen Wochen wurde ein separater Spielgarten für die Krippenkinder fertig gestellt. Jetzt freuen sich die Allerkleinsten über ihr eigenes Spielhaus, einen Bobby-Car-Rundweg sowie Sandkasten und Wiese. Die Umgestaltung wurde aufwendig geplant und durchgeführt. Beispielsweise wurden Schotterflächen abgetragen, das Gelände neu modelliert und ein neuer Zaun gesetzt. Insgesamt wurden 40 000 Euro investiert.

Von DNN

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