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Lokales Erstmals soll ein „Walk of care“ durch Dresden ziehen
Dresden Lokales Erstmals soll ein „Walk of care“ durch Dresden ziehen
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11:15 08.05.2018
Bündnismitglied Steve Hollasky, Pflegekraft Benjamin Ludwig, Mitorganisatorin Dorit Hollasky und Verdi-Bezirksgeschäftsführer Frank Fischer (v.l.). Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Am 12. Mai ist bundesweiter Tag der Pflege. Im Rahmen des Aktionstages organisiert das „Dresdner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus und in der Pflege“ ab 14 Uhr erstmals den Demonstrationszug „Walk of care“ durch Dresden.

Bundesweit fehlen 36 000 Pflegekräfte. Pro Tagesschicht ist ein Pfleger in Deutschland für 13 Patienten zuständig. „In der Nachtschicht sind es schnell mal doppelt so viele“, erklärt Organisatorin Dorit Hollasky. „Wir wollen den Tag nutzen und darauf aufmerksam machen, wie ernst die Lage ist.

Die Unterbesetzung sei auch in Dresden groß – es würden dringend neue Pflegekräfte gebraucht. Hollasky setzt sich in ihrem Bündnis für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege und ein kostenloses Gesundheitssystem ein. Unterstützung kommt auch von der Linken und der Sozialistischen Alternative Dresden.

Die Demo startet 14 Uhr mit einer Kundgebung am Hohenthalplatz beim Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt. Anschließend ziehen die Demonstranten zum Bahnhof Mitte, wo eine Zwischenkundgebung geplant ist. Als Redner treten Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, des Aktionsbündnisses sowie Pflegekräfte auf. Zudem wird es ein offenes Mikrofon für interessierte Redner geben. Ziel des Demonstrationszuges ist der Dr.-Külz-Ring.

„Wir fordern eine gesetzliche Personalvorgabe, schließlich geht es auch um die sichere Versorgung der Patienten“, erklärt Verdi-Geschäftsführer Frank Fischer. Der Beruf des Pflegers müsse wieder an Attraktivität gewinnen. Die wichtige gesellschaftliche Rolle des Pflegepersonals sei vielen Politikern anscheinend nicht bewusst. Die von der Regierung versprochenen 8000 Plätze seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so Fischer weiter. „Gesundheit ist eine Ware geworden, das ist ja das Schlimme.“

Von Junes Semmoudi

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