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Lokales Erster Ostermarsch in Dresden seit vielen Jahren
Dresden Lokales Erster Ostermarsch in Dresden seit vielen Jahren
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16:20 22.04.2019
Knapp 200 Personen zogen über die Prager Straße zur Kreuzkirche. Quelle: ttr
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Dresden

Knapp 300 Menschen haben am Montagvormittag am Ostermarsch durch Dresden teilgenommen. In zwei Gruppen liefen sie vom Hauptbahnhof und vom Neustädter Bahnhof zur Kreuzkirche. Die Demonstranten, überwiegend im Seniorenalter, forderten die Abrüstung aller Atomwaffen, mehr direkte Demokratie sowie Frieden und Freundschaft mit anderen Ländern, vor allem Russland.

Außerdem forderten sie Dresdens Stadtväter auf, den sogenannten Städteappell der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zu unterzeichnen. Ziel ist es, dass Deutschland doch noch dem Atomwaffen-Verbotsvertrag beitritt, den bislang rund 120 von 193 UN-Mitgliedern unterschrieben haben – außer den Atommächten und fast allen Nato-Staaten.

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Knapp 300 Menschen zogen auf zwei Routen zur Kreuzkirche.

Nach der Demonstration trafen sich die Ostermarschierer im Haus an der Kreuzkirche, um den „Friedensruf aus Dresden“ auszusenden. Neben der Forderung an den Stadtrat, den ICAN-Städteappell zu unterschreiben, wurde Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) aufgerufen, die militärische Nutzung des Dresdner Flughafens zu unterbinden.

Der Ostermarsch und der „Friedensruf“ wurden von der Friedensinitiative Dresden organisiert. Vertreter und Sympathisanten anderer Zusammenschlüsse wie Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung „Aufstehen“ sowie der umstrittene KenFM-Autor Dirk Pohlmann beteiligten sich ebenfalls.

Die Veranstaltung war der erste Ostermarsch in der Landeshauptstadt seit langer Zeit. In den vergangenen Jahren fand stets nur eine Kundgebung an der Dreikönigskirche statt. In der 1990er Jahren habe es Versuche gegeben, einen Ostermarsch auf die Beine zu stellen, so einer der Mitorganisatoren. Deren Teilnehmerzahl war allerdings sehr gering.

In rund 90 deutschen Orten fanden an den Feiertagen Ostermärsche statt.

Von ttr