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Lokales Erneuter Streik auf der Prager Straße
Dresden Lokales Erneuter Streik auf der Prager Straße
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14:34 16.06.2017
Rund 100 Streikende versammelten sich auf der Einkaufsstraße  Quelle: am
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Dresden

Zum wiederholten Male haben sich am Freitag Mitarbeiter von H&M, ESPRIT, IKEA, Kaufland und OBI zum Streik versammelt. Rund 160 Mitarbeiter stellten den Betrieb ein, um am Vormittag auf der Prager Straße für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Dort hatten sie sich bereits am vergangenen Samstag versammelt.

Die Angestellten fordern einen um sechs Prozent besseren Lohn, ein 100 Euro höheres Ausbildungsgehalt und 300 Euro Jahreszuschlag für Gewerkschaftsmitglieder. Außerdem treten die Streikenden für allgemein gültige Tarifverträge ein. Von den bestreikten Betrieben hält sich OBI nicht an die Tarife, davon weiß auch Andreas Menzel, angestellt im OBI Weißig, zu berichten: „Wir bei OBI haben bisher keine tarifgebundene Verträge und verdienen zwischen 200 und 500 Euro unter Tarifniveau.“

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Mit diesen Forderungen ist die Gewerkschaft ver.di in die Verhandlungen gegangen, konnte in der ersten Runde jedoch keine Einigung erzielen – das nächste Treffen ist für den 3. Juli angesetzt. Heike Flaxa, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di, kündigt an, bis dahin wöchentlich weiter zu streiken.

Fragt man bei den Geschäften nach, wie sich der Streikt auswirkt, bekommt man immer die gleiche Antwort: „Verkauf gewährleistet, Betrieb nicht eingestellt.“ Dass der Streik so verpufft, bezweifelt Flaxa: „Heute sind allein 20 Mitarbeiter aus einem Kaufland in Pirna hier beim Streik – da bin ich mir sicher, dass es dort brenzlig wird.“

Von August Modersohn

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