Erhöhung der Parkgebühren in Dresden? Den zweiten Schritt nicht vor dem Ersten
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Lokales Erhöhung der Parkgebühren in Dresden? Den zweiten Schritt nicht vor dem Ersten
Dresden Lokales Erhöhung der Parkgebühren in Dresden? Den zweiten Schritt nicht vor dem Ersten
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12:09 20.02.2020
Die Debatte über die Parkgebühren in Dresden ist hochpolitisch.
Die Debatte über die Parkgebühren in Dresden ist hochpolitisch. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Ein Parkplatz für 72 Euro am Tag? Das knöpfen nicht mal Luxushotels ihren Gästen für ein Plätzchen in der beheizten Tiefgarage ab. Auf der anderen Seite: Wer bitte lässt sein Auto 24 Stunden lang auf einem öffentlichen Parkplatz in bester Innenstadtlage stehen?

Der grüne Baubürgermeister schlägt mit seinen neuen Parkgebühren nur das vor, was im Wahlprogramm der Grünen steht: den Einstieg in die Verkehrswende. Die Innenstadt soll von Autos entlastet werden. Das funktioniert nur über den Preis.

Verkehrspolitisches Augenmaß

Die Debatte über die Parkgebühren ist hochpolitisch: Es geht um nicht mehr oder weniger als die Frage, wie Mobilität künftig in Dresden organisiert werden soll. Wenn die Befürworter einer autofreundlichen Politik darauf verweisen, dass das Auto nach wie vor der Verkehrsträger Nummer eins ist, legen sie ja gerade den Finger in die Wunde: Soll das bis in alle Ewigkeit so bleiben oder gibt es nicht intelligentere Lösungen?

Die einen sprechen von „Wucherpreisen“, die anderen von einem sinnvollen Schritt zur Verkehrswende: Sollen die Parkgebühren in Dresden drastisch erhöht werden?

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Nur: So lange intelligentere Lösungen Zukunftsmusik sind, muss es verkehrspolitisches Augenmaß geben. Viele Menschen suchen es sich nicht aus, mit dem Auto unterwegs zu sein. Sie müssen es schlicht und einfach, weil sie keine andere Wahl haben. Beispiel: Wo bitte ist das flächendeckende Angebot an P+R-Plätzen vor den Toren der Stadt, das es Pendlern ermöglicht, das Auto stehen zu lassen und mit Bahn und Bus in die Stadt zu kommen?

Heißt: Erst den ersten Schritt bitte und das Angebot verbessern. Und den zweiten Schritt dann gehen, wenn es zum unnötigen Luxus geworden ist, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Der Weg dahin ist noch weit.

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Von Thomas Baumann-Hartwig