Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Erdbeeren selbst auf den Feldern pflücken – nach Himmelfahrt geht’s im Elbtal los
Dresden Lokales Erdbeeren selbst auf den Feldern pflücken – nach Himmelfahrt geht’s im Elbtal los
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:06 24.05.2019
Die 23. Sächsische Blütenkönigin Antje Uhlig mit einer Erdbeere. Allerdings ist die im Folientunnel gereift. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/ZB
Dresden

Die Erdbeererntesaison ist seit Donnerstag, 23. Mai, offiziell eröffnet. Aber Erdbeeren aus dem Freiland zum Selbstpflücken gibt es noch nicht. Erntestart auf den ersten Feldern im Dresdner Elbtal ist Freitag nach Pfingsten.

Die roten Früchte, die der Landesverband Sächsisches Obst in Pillnitz zum feierlichen Saisonstart in Dresden-Hosterwitz präsentierte, sind im Folientunnel bei Michael Görnitz in Coswig gereift. Dieser vermag noch nicht genau zu sagen, wann bei ihm auf dem freien Feld zwischen Brockwitz und Neusörnewitz die Selbstpflücke beginnt. „Mittwoch, 29. Mai, war eigentlich der Plan. Aber wie es jetzt so aussieht, wird es wohl eher der Freitag nach Himmelfahrt werden“, so Michael Görnitz gegenüber DNN.

„Die Kälte in den vergangenen Tagen hat uns zeitlich eine bis anderthalb Wochen zurückgeworfen. Aber jetzt wird es wieder wärmer, so dass wir am 31. Mai in Dresden-Hosterwitz mit der Selbstpflücke starten können“, ist Robert Rüdiger optimistisch. Der 35-Jährige übernahm 2016 den Obstbaubetrieb an der Pillnitzer Landstraße von Lothar Schlage und hat seitdem die Erdbeeranbaufläche von zwei auf fünf Hektar erweitert.

Zwölf verschiedene Sorten, darunter auch die sehr aromatische Neuzüchtung ’Renaissance’ aus Dresden (DNN berichtete), baut Rüdiger an. „Durch die unterschiedliche Reifezeit der einzelnen Sorten erreichen wir ein sehr langes Erntefenster“, erklärt der Obstbauer.

Er hat in den zurückliegenden drei Jahren auch die Anbauvielfalt drastisch erweitert. So kann er im Hofladen diverse Obstsorten, selbst angebautes Gemüse und Schnittblumen anbieten. Robert Rüdiger setzt auf Direktvermarktung sowie auf die Selbstpflücke, die bei Erdbeeren rund 90 Prozent ausmacht, und liegt damit im Trend.

Denn für die Erdbeerbauern in Sachsen, wo die roten Früchte aufgrund der klimatischen Bedingungen später reifen als in Süddeutschland oder auch in Baden, wird es schwieriger, Erdbeeren über den Großhandel abzusetzen. „Erzeugerorganisationen verlangen zunehmend Früchte aus dem geschützten Anbau, also Erdbeeren, die unter Folie, Glas oder sogenannten Regenkappen gezogen werden. Doch die Obstbauern erzielen nicht ausreichend Erlöse, damit sich dieses Anbauverfahren rentiert. Es werden zwar immer mehr Forderungen aufgemacht, es ist für Saisonkräfte Mindestlohn zu zahlen, aber ein höherer Preis gezahlt wird für die Erdbeeren nicht“, erklärt Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbandes Sächsisches Obst e.V.

Deshalb verringere sich die Fläche, auf der Erdbeeren für die indirekte Vermarktung (Großhandel) angebaut werden. Bei den Betrieben, die zum Landesverband Sächsisches Obst gehören, ist es ein Minus von 13 Hektar gegenüber 2018. Somit sind es jetzt noch 245 Hektar. Insgesamt betrug die Erdbeer-Ertragsfläche in Sachsen 2018 laut Statistischem Bundesamt 300 Hektar.

Der Landesverband Sächsisches Obst erwartet in Sachsen bei den Betrieben, deren Interessen er vertritt, eine Erdbeer-Erntemenge von 1900 Tonnen. Das seien 100 Tonnen weniger als 2018. Für alle Betriebe unabhängig ihrer Verbandszugehörigkeit liege die Schätzung bei 2200 Tonnen, so Udo Jentzsch. Das sei „geringfügig mehr als 2018“.

Gerd Kalbitz, der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsisches Obst, sieht ein Problem, was die Saisonkräfte betrifft. Bisher kamen diese aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien und den Baltischen Ländern. „Doch bei denen zieht jetzt die Konjunktur in Größenordnungen an, die Menschen finden in ihren Heimatländern Arbeit.“ Deshalb sei absehbar, „dass sie dann hier nicht mehr zur Verfügung stehen.“ Die Interessenvertreter der Obstanbauer hätten deshalb die Bundesregierung gebeten, Möglichkeiten zu schaffen, „dass Leute aus der Ukraine und dem Westbalkan zu uns kommen können“, so Kalbitz bei der Erdbeersaisoneröffnung.

Von Catrin Steinbach

Dafür hat die Stadt an der Kreuzung mit der Julius-Vahlteich-Straße eine Geradeausspur für Autofahrer eingezogen. Interessant ist, wie es in Sachen Radwegen im Dresdner Westen weitergeht.

23.05.2019

Damit sich Fahrgäste mit Rollatoren im öffentlichen Nahverkehr sicherer fühlen können, veranstalten die Dresdner Verkehrsbetriebe einen Rollatoren-Tag. Gemeinsam mit Interessierten trainieren sie die richtige Benutzung von Bus und Bahn mit Rollatoren.

23.05.2019

Die Eltern sind getrennt, am Ende eines Besuchstages sind die beiden Kinder tot. In einem Dresdner Mordprozess bleibt auch nach den Plädoyers die Frage nach dem Warum. Das Urteil wird am 3. Juni gefällt.

23.05.2019