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Lokales Entscheidung zur Zukunft der Sächsischen Dampfschiffahrt ist vertagt
Dresden Lokales Entscheidung zur Zukunft der Sächsischen Dampfschiffahrt ist vertagt
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21:04 12.07.2019
Niedrigwasser macht der Sächsischen Dampfschiffahrt zu schaffen. Jetzt geht es um die Zukunft der Weißen Flotte in Dresden. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Bis 18 Uhr haben die Köpfe im Hilton geraucht, dann ging man ohne Entscheidung auseinander: Die Zukunft der Sächsischen Dampfschiffahrt ist ungewiss. Die Gesellschafterversammlung, die am Freitag über den von Geschäftsführerin Karin Hildebrand vorgeschlagenen Modernisierungskurs entscheiden sollte, wurde auf Anfang August vertagt.

„Unser Ziel ist, dass Gesellschafter und Kommanditisten die Geschäftsführung eindeutig beauftragen, die Sanierung des Unternehmens voranzutreiben“, sagt ein Sprecher der Weißen Flotte, der namentlich nicht genannt werden soll.

Zur Vorgeschichte: Die Dampfschiffahrt – seit über 180 Jahren ein Dresdner Original – hat in den letzten Jahren immer wieder mit Niedrigwasser zu kämpfen. Chefin Hildebrand muss deshalb hohe Einnahmeverluste verbuchen und kann den etwa 500 Kommanditisten der Weißen Flotte – anders als sie es aus den 1990er Jahren gewohnt sind – kaum noch Gewinne auszahlen. Das hat zweierlei Reaktionen provoziert.

So hat sich ein Anteilseigener aus Süddeutschland mit dem Vorschlag gemeldet, die neun historischen Schaufelraddampfer und zwei Salonschiffe einzeln oder insgesamt zu Geld zu machen. Das wäre das Ende der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Karin Hildebrand hat hingegen einen konstruktiveren Plan aufgestellt, der das von ihr geführte Unternehmen für eine Zukunft mit zunehmenden Niedrigwasserphasen und anderen Wetterunbilden rüsten soll.

Grundlage ist, dass die Weiße Flotte sich großer Beliebtheit erfreut. So liegt die Zahl verkaufter Tickets in Jahren mit weitgehend normalen Pegelständen weit über einer halben Million. Im Dürrejahr 2018 betrug sie jedoch 354 228 – ein Tiefstand.

Hildebrand schlägt vor, durch technische Umrüstung alles an Niedrigwassertauglichkeit aus der Flotte rauszuholen, was geht. Außerdem soll eine Rücklage gebildet werden, die Fahrtausfälle auffängt.

Für die damit verbundene Kapitalbildung müssten die Kommanditisten auf Geld verzichten und wohl auch weitere Geldgeber an Bord geholt werden.

Beides ist offenbar umstritten, war aber nach informierten Kreisen eher Thema bei der Gesellschafterversammlung als ein Flottenverkauf. Freistaat und Stadt als mögliche Geldgeber halten sich bedeckt.

Von Uwe Hofmann

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