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Lokales Eltern fürchten wegen Asylsuchenden um Kinder in Grundschule
Dresden Lokales Eltern fürchten wegen Asylsuchenden um Kinder in Grundschule
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10:33 05.10.2015
Quelle: Archiv
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Dresden

Nach vier Turnhallen hat die Stadt auch ein ehemaliges Hotel an der Berliner Straße (Friedrichstadt) und einen Schulbau an der Boxberger Straße (Prohlis) als provisorische Flüchtlingsunterkünfte ins Visier genommen. Während das Ex-Hotel bereits vor dem Wochenende präpariert und von 42 Flüchtlingen bezogen wurde, gibt es Streit um die Nutzung der Schule. Auf dem Gelände zwischen der Niedersedlitzer und der Boxberger Straße kommt nach Ansicht der Rathaus-Verantwortlichen das so genannte Haus A als Flüchtlingsunterkunft infrage.

Streit löste nicht allein die Tatsache aus, dass die Stadt dort Flüchtlinge unterbringen will, während nebenan der Unterrichtsalltag weitergeht. Der Schulelternrat berichtete von Durchbrüchen zwischen den zwei Bauteilen der Schule, einem gemeinsamen Schulhof und einem gemeinsamen Vorplatz für Schüler und Flüchtlinge. Die zwei Gebäude seien eine „bauliche Einheit“ und das mache die parallele Nutzung als Flüchtlingsunterkunft und Schule gänzlich unmöglich, sind die Eltern überzeugt. „Unzumutbar und undurchführbar“ finden sie die Pläne der Stadt und diskutieren seit gestern im Internet Protestaktionen. „Eine konstruktive und angstfreie Lern-Atmosphäre“ sei nicht mehr gewährleistet, sind sie überzeugt.

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Vorwürfe muss sich die Stadt aber auch aufgrund ihrer Informationspolitik gefallen lassen. Während am Freitag per Pressemitteilung bereits bekannt gegeben wurde, dass das Gebäude Flüchtlingsunterkunft werden soll, bekamen die Eltern einen anderslautenden Brief. Darin war die Rede von einer Prüfung des Gebäudes. Es entspreche nicht der Wahrheit, „dass alle rechtzeitig informiert wurden“, stellte Schulelternsprecherin Katrin Krüger daraufhin fest.

cs