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Lokales Elbe Flugzeugwerke lassen Prototypen über Dresden fliegen
Dresden Lokales Elbe Flugzeugwerke lassen Prototypen über Dresden fliegen
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13:20 10.10.2017
Die ersten Schritte zum Umbau des A330 in den Elbe Flugzeugwerken erfolgten vor gut einem Jahr.
Die ersten Schritte zum Umbau des A330 in den Elbe Flugzeugwerken erfolgten vor gut einem Jahr. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Sturmfest ist er noch nicht, der Prototyp des umgebauten Airbus A330-300 in den Elbe Flugzeugwerken (EFW) Dresden. Nur wenige Minuten dauerte der erste Testflug für den künftigen DHL-Frachter, weil Tief „Xavier“ bereits den Himmel über Dresden bestürmte. Doch schon der zweite Flug habe dann über sechs Stunden gedauert, teilte EFW-Sprecher Christopher Profitlich mit. Nun schließe sich eine ganze Testreihe an Flügen an, um noch im laufenden Jahr die sogenannte ergänzende Musterzulassung (STC) vom Luftfahrtbundesamt zu erhalten.

Das Umrüstprogramm für die größeren A330-Maschinen von Airbus hat in Klotzsche im Jahr 2012 begonnen. Gemeinsam mit ST Aerospace aus Singapur – damals neuer Minderheitsgesellschafter, heute Hauptgesellschafter der Flugzeugwerke – wurden all die ingenieurtechnischen Schritte geplant und parallel dazu die Vermarktung in Angriff genommen. Nun können die Dresdner zwei Versionen von Passagierflugzeugen zu Frachtern umrüsten – den A330-200 und den längeren A330-300.

Erster Kunde für das A330-300P2F Programm ist die Posttochter DHL, die ihre Bestellung erst im Juni von vier auf acht Exemplare erhöht hat. Auf zehn weitere gibt es eine Option (DNN berichteten). Die Zulassung für den ersten umgerüsteten A330-200-Frachter, auf den Egyptair Cargo wartet, ist für 2018 geplant.

Spätestens 2019 soll in Dresden auch erstmals ein kleinerer A321 vom Passagierflieger zum Frachter umgerüstet sein. Für ein entsprechendes Programm hatten die EFW vor zehn Jahren bereits mit einem russischen Partner Anlauf genommen, allerdings ohne Erfolg. Nun widmet sich das Unternehmen mit dem A320/A321 erneut dem meistverkauften Flugzeug von Airbus, weil die Nachfrage nach solchen zu Frachtern umgebauten Passagierfliegern in diesem Segment groß ist und sich inzwischen sogar Umrüstkonkurrenz am Markt tummelt.

Für die Elbe Flugzeugwerke mit ihren rund 1300 Mitarbeitern ist die Umrüstung aber nur ein Standbein. In dem Unternehmen werden auch Leichtbaukomponenten für alle Airbus-Modelle entwickelt und hergestellt, außerdem werden systematisch die Wartung und Reparaturleistungen für Flugzeuge der gesamten Airbus-Familie sowie Engineering-Dienstleistungen rund um Zertifizierung und Zulassung von Luftfahrtprodukten ausgebaut.

Von Barbara Stock

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