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Lokales AfD zerstört CDU-Antrag zur Sportförderung
Dresden Lokales AfD zerstört CDU-Antrag zur Sportförderung
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21:35 11.04.2019
Die CDU will fünf Millionen Euro zusätzlich für Sportanlagen und Sportvereine. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Der CDU wird oft von den linken Fraktionen unterstellt, sie arbeite im Stadtrat mit der AfD zusammen. Am Donnerstagabend trat AfD-Stadtrat Harald Gilke den Gegenbeweis an.

Geradezu lustvoll sorgte er dafür, dass ein zentrales Anliegen der Christdemokraten nicht zur Abstimmung kam: Der Antrag, dem Breitensport in der Stadt fünf Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen.

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In unübertrefflicher Schnoddrigkeit erklärte Gilke schon bei der Debatte zur Tagesordnung, alle unter 10 zusammengefassten Punkte von der Tagesordnung zu nehmen.

Liquiditätsreserve ist erschöpft

„Die Liquiditätsreserve ist erschöpft, das bringt doch alles nichts“, sagte der AfD-Stadtrat und stieß damit genau in das Horn von Linken, SPD und Grünen, die genauso argumentieren: Erst soll das Geld in der Kasse klingeln und dann ausgegeben werden.

Mit knapper Mehrheit von 35 gegen 34 Stimmen flogen alle Anträge, die die Liquiditätsreserve betreffen, von der Tagesordnung.

Die Liquiditätsreserve ist tatsächlich erschöpft, aber die CDU geht davon aus, sie mit mindestens sechs Millionen Euro auffüllen zu können.

Sportförderung soll erneut auf Tagesordnung stehen

„Das Geld steht Schlange“, erklärte CDU-Sportpolitikerin Anke Wagner zutiefst verärgert, „hier wird sinnlose Parteipolitik auf dem Rücken von über 108.000 organisierten Sportlern und knapp 380 Vereinen betrieben.“ Das sei ein Skandal, so Wagner.

CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser kündigte an, dass das Thema mit den entsprechenden Unterschriften im Mai auf die Tagesordnung des Stadtrats gesetzt wird.

Von Thomas Baumann-Hartwig

11.04.2019
11.04.2019
11.04.2019
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