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Lokales Einheitsfeier in Dresden: 4,5 Millionen Euro für 750.000 Gäste
Dresden Lokales Einheitsfeier in Dresden: 4,5 Millionen Euro für 750.000 Gäste
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11:02 28.09.2016
Show entlang der Brühlschen Terrasse ab 22 Uhr Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart Sachsens in Licht, Bild und Lasershow. Quelle: Visualisierung: Compactteam
Dresden

„Ich freue mich auf den Tag, auch wenn die Anspannung groß ist. Eine Behörde ist in der Regel ja nicht der große Party-Manager“, findet Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Und deshalb hat sich die Staatskanzlei mehr als 4000 Mitwirkende ins Boot geholt, um die Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit in Dresden zu gestalten.

Die sorgen dafür, dass sich die Innenstadt dieser Tage vom Rathaus über die Wilsdruffer Straße, Altmarkt, Neumarkt, Postplatz, Theaterplatz und Terrassenufer in ein Festgelände mit etwa 12 000 Quadratmeter überdachter Fläche verwandelt, auf dem 400 Aussteller die Gäste zu einem bunten Programm einladen. Weitere Zahlen, um das Ausmaß zu verdeutlichen: Insgesamt werden etwa 26 000 Meter Kabel verlegt und rund 10 000 Meter Zäune aufgestellt. Und das alles kostet Geld: 4,5 Millionen Euro gibt der Freistaat für das Fest aus, zu dem 500 000 Besucher erwartet werden.

Ab Sonnabend präsentiert sich der Gastgeber Sachsen dann drei Tage lang mit zahlreichen Exponaten, Aktionen und Bühnenprogrammen in den Themenwelten „Menschen und Heimat“, „Geschichte und Gegenwart“, „Wissenschaft und Forschung“ sowie „Wirtschaft und Innovation“ an verschiedenen Punkten im Festgelände. „Wir wollen auch die Chance nutzen, um für Sachsen zu werben: Als Standort zum Leben, zum Arbeiten und zum Investieren“, so Tillich.

Die Gastgeberstadt Dresden lädt zu einem bunten Programm vor das Rathause. Herzstück des Bürgerfestes ist die Ländermeile auf der Wilsdruffer Straße, auf der sich alle 16 Bundesländer vorstellen. Politik hautnah erleben Besucher auf dem Altmarkt in den Zelten von Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat. Der Neumarkt wird zu einer „Sächsische Wissenschaftsmeile“. An der Frauenkirche präsentieren sich sächsische Forschungseinrichtungen und -initiativen mit Schwerpunkten ihrer Arbeit und zeigen mit Exponaten und Experimenten, wie vielseitig Forschung sein kann. Auf der Blaulichtmeile, die sich auf den Elbwiesen und im Bereich Hasenberg/Terrassenufer erstreckt, gibt es Einblicke in die Arbeit von Polizei, Deutschem Kreuz und Co.

Tanzen ist das zentrale Thema der Feierlichkeiten und findet sich auf dem gesamten Areal mit verschiedenen Aktionen wieder. So sind auf den Bühnen Prager Straße und Kreuzkirche an allen drei Tagen verschiedene Einlagen geplant – unter anderem werden am Sonnabend in der Prager Straße bei der offiziellen Eröffnung des Bürgerfestes um 14 Uhr eine Kindertanzgruppe des Heinrich-Schütz-Konservatoriums und eine CanCan-Aufführung einer Showtanzgruppe der Luxor Dance Company zu sehen sein. Mitmachen und Mittanzen ist ausdrücklich gewünscht, vor allem, wenn am Montag ab 16 Uhr vor dem Landtag 810 Tanzbegeisterte für die Stadtwette gesucht werden. Zudem finden auf dem Schloßplatz Workshops statt, auf dem Neumarkt präsentieren Tanzlehrer ihr Können.

Ein Höhepunkt wird die große Abendshow am Sonntag sein, bei der eine multimediale Licht-, Bilder- und Lasershow entlang der Brühlschen Terrasse Geschichten aus Sachsen, Erinnerungen an die Friedliche Revolution und an die Wiedervereinigung erzählt. Am Tag der Deutschen Einheit selbst begrüßt Tillich Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle. Auf dem Programm stehen der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, die Teilnahme am ökumenischen Festgottesdienstes in der Frauenkirche sowie der Festakt in der Semperoper. Besucher können diese Termine live auf einer großen Leinwand an der Bühne am Theaterplatz verfolgen.

Auf insgesamt acht Bühnen können sich Besucher zudem auf Musiker wie David Garrett, Chris de Burgh, Karat, Silly, Cluseo, dem Dresdner Kreuzchor, BAP, Johannes Oerding oder Milow freuen.

Von Christin Grödel

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