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12:03 31.01.2019
Sauerkirsche 'Spinell' - die süße Sauerkirsche. Quelle: Dr. Mirko Schuster/Julius Kühn-Institut
Dresden

Vier neue Kirschsorten haben Pillnitzer Obstzüchter des Julius-Kühn-Instituts (JKI) jetzt auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen, der Weltleitmesse des Gartenbaus, vorgestellt. Zudem zeigten sie 18 neue Apfel-Zuchtklone, ließen die Messegäste die Früchte von einer Handvoll dieser Klone sowie Säfte von vier verschiedenen Zuchtklonen verkosten.

„Wir wollten wissen, wie einzelne Zuchtklone bei den Konsumenten ankommen“, erklärt Dr. Andreas Peil. Er ist im JKI in Pillnitz verantwortlich für die Kernobstzüchtung. Fünf der Apfelsorten, die verkostet wurden, seien noch ohne eine Sortenzulassung bzw. der Prozess sei noch nicht abgeschlossen, so JKI-Sprecherin Dr. Gerlinde Nachtigall.

„Als 6. Sorte war die Apfelsorte ’ReaJuice’ dabei. Dabei handelt es sich um eine robuste Sorte mit spätem Erntetermin“, so die Information des JKI. Die Äpfel, die knackig sind und säuerlich-erfrischend schmecken, können im Kühllager bis April gelagert werden.

Bei den neuen Pillnitzer Kirschen handelt es sich um zwei süße und zwei saure Sorten. Mit ’Polka’ und ’Areko’ wollen die Pillnitzer zwei neue Süßkirschen auf den Markt bringen. Zudem hoffen sie, mit ’Turmalin’ und ’Spinell’ die Liebhaber von Sauerkirschen überzeugen zu können.

’Polka’ zeichnet sich durch besonders große braunrote Früchte aus, die einen Durchmesser von 28 bis 32 mm erreichen. „Sie haben einen hohen Zuckergehalt, aber auch einen Schuss Säure, schmecken deshalb frisch und bringen mehr Vielfalt in die Süßkirschsorten“, erklärt Pillnitzer Züchter Dr. Mirko Schuster. Für ihn ist ’Polka’, die im Dresdner Raum bei normalem Witterungsverlauf in der letzten Juniwoche reift, „die dicke Frühe mit besonderer Note“.

Süßkirsche 'Polka' - die dicke Frühe mit besonderer Note. Quelle: Dr. Mirko Schuster/Julius-Kühn-Institut

Im Gegensatz dazu haben die Pillnitzer eine süße Sauerkirsche gezüchtet. ’Spinell’ heißt sie. Sie sei mit ihren 26 bis 30 mm großen, schwarzroten Früchten mit vergleichsweise hohem Zuckergehalt eine prima Frucht für den Frischverzehr, findet Mirko Schuster.

Sauerkirsche 'Spinell' - die süße Sauerkirsche. Quelle: Dr. Mirko Schuster/Julius Kühn-Institut

Während ’Spinell’ früh „so um den 10./12. Juli“ reife, ist die Sauerkirschsorte ’Turmalin’ etwas später dran. Das Besondere an dieser neuen Obstsorte: Sie besitze eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten, was sie für den ökologischen Obstbau interessant mache, so der Züchter. Die mittelgroßen, dunkelroten Früchte haben einen ausgewogenen Zucker- und Säuregehalt mit einem Stein, der sich gut löse, und sie seien gut für die Verarbeitung geeignet.

Sauerkirsche 'Turmalin' - prima zum Einkochen. Quelle: Dr. Mirko Schuster/Julius-Kühn-Institut

Die neue Süßkirschsorte ’Areko’ machte vergangenen Sommer schon mal Schlagzeilen. Nun wurde sie auch in Essen vorgestellt. Das Gehölz bilde herzförmige, feste, sehr dunkle Früchte mit einem Durchmesser von 28 bis 32 mm. „Sie hängen locker verteilt mit langem Stiel an den Ästen, lassen sich deshalb gut ernten“, erklärt Schuster. Vor allem aber haben sie einen hohen Zuckergehalt.

Süßkirsche 'Areko' - herzförmige Früchte mit hohem Zuckergehalt. Quelle: Dr. Mirko Schuster/Julius-Kühn-Institut

Doch welche der neuen Sorten kann der interessierte Hobbygärtner denn jetzt überhaupt schon als Bäumchen erwerben? ’Turmalin’ und ’Spinell’ seien bereits in der Vermehrung, sagt Mirko Schuster. ’Polka’ sei erst zum Sortenschutz angemeldet und werde voraussichtlich erst „in zwei bis drei Jahren verfügbar“ sein. Bei der Süßkirsche ’Areko’ könnten eventuell schon in reichlich einem Jahr die ersten Bäume verfügbar sein, rechnet der Pillnitzer Züchter. „Die Vermehrung läuft.“

Von Catrin Steinbach

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