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Lokales Einbruch in Grünes Gewölbe: Dresdner Polizei geht von vier Tätern aus
Dresden Lokales Einbruch in Grünes Gewölbe: Dresdner Polizei geht von vier Tätern aus
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13:36 27.11.2019
Ermittler der Polizei bei der Spurensuche. Quelle: xcitepress/Christian Essler
Dresden

Vier Täter sollen am Montagmorgen den Einbruch auf das Grüne Gewölbe im Residenzschloss verübt haben. Das erklärte am Mittwoch Olaf Richter, Leiter der für das spektakuläre Verbrechen eingerichteten Sonderkommission der Polizeidirektion Dresden. „Zwei waren im Gebäude, zwei waren draußen“, erklärte der 51-jährige Kriminalrat.

Keine Beute im Auto

Die Ermittler wissen inzwischen auch, woher das Fluchtfahrzeug stammt, das die Täter in einer Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße angezündet hatten. Der weiße Audi A 6 Avant war von seinem Besitzer 2017 in Sachsen-Anhalt stillgelegt worden. „Der Mann hat mit dem Einbruch nichts zu tun“, so Richter. Obwohl das Fahrzeug völlig ausgebrannt ist, fanden die Fahnder Gegenstände, die laut Richter „zweifelsohne“ vom Tatort stammen. Teile der Beute seien nicht darunter gewesen.

Blick auf das Fahrzeug, das mit drei weiteren augebrannten Autos am Morgen des Einbruchs in der Tiefgarage gefunden wurde. Quelle: Roland Halkasch

Bis zum Mittwochvormittag haben die Ermittler 205 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. „Diesen gehen wir jetzt nach“, so der Kriminalist. Wobei nicht jeder Hinweis zielführend gewesen sei. So meinten Anrufer, dass Teile der Beute auf einer Internetplattform angeboten worden seien. „Das war aber nur Glitzerzeug aus Glas.“

Weitere Erkenntnisse versprechen sich die Ermittler von der Auswertung der Videos aller Überwachungskameras auf dem Weg vom Grünen Gewölbe bis zur Kötzschenbroder Straße. „Wir haben das Material eingesammelt und werten es jetzt aus.“ Tankstellen und andere überwachte Einrichtungen liegen am Wegesrand, vielleicht ist der weiße Audi ins Blickfeld einer Kamera geraten.

LKA-Spezialisten am Tatort

Welche Spuren am Tatort gefunden wurden, weiß Richter noch nicht. „Die Tatortarbeit haben Spezialisten des Landeskriminalamtes übernommen. Wir warten auf den Abschlussbericht.“ Deshalb lasse sich auch noch nicht sagen, ob verwertbare DNA-Spuren von den Tätern gefunden worden seien. Die Tatortarbeit gestalte sich allerdings aufwendig, weil die Einbrecher am Tatort einen Feuerlöscher entleeren – vermutlich, um Spuren zu verwischen.

Er habe bereits Ermittlungen zu Straftaten geführt, bei denen weniger verwertbares Material vorgelegen haben, erklärte der Kriminalrat. Er werde als Dresdner alles daran setzen, mit seinen 20 Mitarbeitern dieses Verbrechen aufzuklären.

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