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Lokales In diesem Dresdner Park darf jeder von den Obstbäumen naschen
Dresden Lokales In diesem Dresdner Park darf jeder von den Obstbäumen naschen
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20:46 11.11.2019
Mit vereinter Kraft wird auf dem Gelände an der Heidestraße eine 20 Jahre alte Schwarzbirne zum Pflanzloch gerollt und dann eingepflanzt. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Unverdrossen haben trotz Regens am Sonnabend zahlreiche Freiwillige in Pieschen in großem Stil Bäume und Sträucher gepflanzt und zwar mehrere hundert Stück. Denn auf einer rund 1500 Quadratmeter großen Fläche an der Heidestraße – gleich neben dem neuen Gemeinschaftsgarten „Wurzelwerk“ – entsteht ein essbarer Schau- und Klimagarten.

Über 1000 Gehölze sollen insgesamt auf dem Gelände gedeihen. Eine erste Pflanzung fand bereits Ende August dieses Jahres statt. Tröpfchenbewässerung habe dafür gesorgt, dass die Gehölze nicht vertrocknen, erklärt Sebastian Kaiser, selbstständiger Permakulturdesigner und Mitglied des Vorstandes des Ufer-Projekte Dresden e.V.

Eine Pflanzaktion mit System

Der Verein, unter dessen Dach seit 2011 schon viele Gemeinschaftsgärten entstanden sind, ist ebenso Träger des Klimagarten-Projektes. Den Hut für dessen Umsetzung haben neben Sebastian Kaiser die Grafikdesignerin Gesine Hildebrandt, der Lehrer und Stadtplaner Philip Harms sowie Gartenbauingenieur Volker Croy auf. Unterstützung bekommen sie hinsichtlich der Gestaltung von Landschaftsarchitektin Gerda Berger.

Denn natürlich wurde nicht wild drauflosgepflanzt. Das Ganze hat System. Es wird eine Wegeführung durch den Schaugarten geben, jede Pflanze hat ihren Platz. Licht- und Schattenverhältnisse wurden berücksichtigt, bevor es mit dem Spaten zur Sache ging.

Besucher dürfen nur in Begleitung auf die Fläche

Im Klima- und Schaugarten werden nicht nur einheimische und überwiegend seltene Obstsorten wachsen. „Wir wollen auch mit robusten exotischen Obstsorten experimentieren“, so Volker Croy. Die Vielfalt ist groß, reicht von der Indianerbanane über die Kaki bis zum Rosinenbaum.

Der neue Garten wird öffentlich sein, aber nicht ständig für Jedermann zugänglich. „Wir lassen die Leute nicht unbetreut auf die Fläche“, sagt Volker Croy. Ziel des neuen Projektes ist nicht nur, die grüne Oase an diesem Ort im Stadtteil, die durch den Gemeinschaftsgarten schon entstanden ist, zu erweitern.

Ideen für die Verwendung der Früchte

Der essbare Schaugarten, der zum Naschen einlädt, soll Hobbygärtnern Anregungen und Wissen zum Obstanbau vermitteln. Zudem gehe es darum, sich mit der Verarbeitung von Obst und dem Haltbarmachen der Ernte zu beschäftigen und die verschiedenen Methoden – vom Einkochen über das Entsaften, Dörren und Marmeladekochen bis hin zum Einlegen in Alkohol – zu lehren. Vielerorts gebe es in Dresden an den Straßen oder auch in städtischen Grünanlagen Obstbäume. „Aber die Früchte fallen runter, verfaulen und keiner nutzt sie“, bedauert Sebastian Kaiser.

Den Winter über wollen die Akteure, die sich im neuen Klima- und Schaugarten engagieren, ein Workshop-Programm auf die Beine stellen. Im kommenden Frühjahr ist im Garten auch eine Küche geplant, um nicht nur Theorie, sondern vor allem Praxis vermitteln zu können.

Für Kinder soll es Spielmöglichkeiten geben

Selbstverständlich entstehe im Garten auch eine Spielfläche für Kinder. Da sind erst einmal einfache Mittel gefragt. Der jetzt vorgesehene Strohspielplatz wird sicher für Spaß und Kurzweil sorgen. „Später werden gewachsene Spielgeräte diesen ergänzen“, so Volker Croy.

Für das neue Gartenprojekt hat der Stadtbezirksbeirat Pieschen aus den Mitteln, über die er frei verfügen kann, 12 000 Euro zur Verfügung gestellt, sagt Sebastian Kaiser. Zudem gebe es für das Workshop-Programm im kommenden Jahr Fördermittel über den Europäischen Sozialfonds (ESF). Aber ohne das große ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten würde dieses Projekt nicht Wirklichkeit werden.

Von Catrin Steinbach

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