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Lokales Durchbruch für das Narrenhäusel
Dresden Lokales Durchbruch für das Narrenhäusel
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07:38 14.03.2019
Der Wiederaufbau des Narrenhäusels nimmt jetzt Formen an. Quelle: Neumarkt-Gesellschaft
Dresden

Nach dreijährigem Stillstand ist jetzt der Durchbruch für den Wiederaufbau des Narrenhäusels am Neustädter Brückenkopf der Augustusbrücke gelungen. Wie Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) auf Anfrage der DNN erklärte, soll Bauunternehmer Frank Wießner vom städtischen Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung ein notarielles Angebot zum Erwerb des Grundstücks erhalten. Damit kommt endlich Bewegung in die Angelegenheit.

Problem: Die Flächen für den Wiederaufbau des Narrenhäusels gehören der Landeshauptstadt Dresden. Diese hat ein großes Interesse daran, dass auf den Grundstücken das Gebäude nach historischem Vorbild errichtet wird. Deshalb hat die Verwaltung die Hürden in der Ausschreibung für den Erwerb des Grundstücks sehr hoch gelegt. Unter anderem soll der Investor für das Narrenhäusel einen Fassadenwettbewerb starten. Vor Abschluss des Kaufvertrages.

Bauunternehmer Frank Wießner steht für den Wiederaufbau des Narrenhäusels bereit.   Quelle: Archiv/D. Flechtner

„Ich kann den Wettbewerb jederzeit beginnen“, erklärte Wießner, der das Narrenhäusel errichten will, gegenüber DNN. „Aber ich brauche die Sicherheit, dass ich die Flächen erwerben kann. Schließlich kostet der Wettbewerb Geld.“ Seine Position: Erst Kaufvertrag, dann Wettbewerb. Während die Verwaltung den Wettbewerb für den Abschluss des Kaufvertrags forderte.

Rechtssicherheit dank Angebot

Das klingt nach einer dreifach abgeschlossenen Tür, für die sich jetzt doch ein Schlüssel gefunden hat: Mit dem notariellen Angebot bekommt Wießner laut dem Baubürgermeister Rechtssicherheit, bevor er alle Bedingungen der Ausschreibung erfüllt. „Wir sind uns mit Herrn Wießner einig, dass der Wettbewerb Geld kostet und erst sinnvoll ist, wenn er Sicherheit über den Kauf des Grundstücks hat“, so Schmidt-Lamontain.

Das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung habe zu diesem Vorgehen eine Beschlussvorlage für den Stadtrat erarbeitet, die gegenwärtig verwaltungsintern abgestimmt werde. Ein wirksamer Kaufvertrag könne dann zustande kommen, sobald die Baugenehmigung auf Grundlage des Fassadenwettbewerbs erteilt ist und die Parteien einen städtebaulichen Vertrag zur Anbindung des Narrenhäusels an die öffentlichen Verkehrsflächen geschlossen haben, erklärt der Baubürgermeister.

So sah das Narrenhäusel aus.  Quelle: VEB Foto Erlbach i. Vogtl. Fotosammlung/Wikimedia Commons

Schmidt-Lamontain betonte, dass die Verwaltung Interesse an einem zügigen Verfahren habe. „Gleichermaßen achten wir darauf, dass die Bedingungen aus der Ausschreibung eingehalten werden.“ Den Zuschlag für die Flächen könne nur derjenige erhalten, der die vom Stadtrat beschlossenen Anforderungen erfüllt.

Eine der bedeutendsten Stellen in Dresden

Knackpunkt sei die Nordfassade, denn diese habe es beim Original nicht gegeben. Das Gebäude sei an dieser Stelle an das Nachbargebäude angebaut gewesen. „Die von Herrn Wießner vorgelegten Studien zeigen, dass auch die übrigen Fassaden nicht als originalgetreuer Wiederaufbau errichtet werden sollen“, so Schmidt-Lamontain, „sondern heutige Nutzungen Änderungen hervorrufen. Dies möchten wir auch zulassen, wir müssen aber zu einem schlüssigen Gesamtkonzept kommen.“ Schließlich handele es sich um eine der bedeutendsten Stellen in Dresden.

Die Verwaltung komme dem Bauherren entgegen, der keinen regelkonformen Wettbewerb durchführen müsse, sondern lediglich drei Büros beauftragen könne. Damit sei der Aufwand viel geringer, erklärte der Baubürgermeister.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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