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Lokales Dresdner können Knöllchen nun online bezahlen
Dresden Lokales Dresdner können Knöllchen nun online bezahlen
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17:15 17.09.2018
Eines der ersten Online-Knöllchen steckte Sven Lehmann, Gruppenleiter Verkehrsüberwachung, am Montag an der Ostraallee hinter den Scheinwerfer eines falsch abgestellten Autos. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Seit Montag verteilen die Bediensteten des Ordnungsamtes sogenannte Online-Knöllchen. Die unliebsamen Hinweiszettel finden Falschparker auch weiterhin unter ihrem Scheibenwischer. Neu ist, dass auf ihnen auch ein QR-Code und die Zugangsdaten zum Online-Portal knoellchen.dresden.de aufgedruckt sind.

Dort stehen alle Daten zur begangenen Ordnungswidrigkeit sofort online zur Verfügung, informiert das Ordnungsamt. Der Betroffene kann sich diese durch das Scannen des QR-Codes mit seinen Smartphone oder durch Aufrufen der Internetseite direkt ansehen und muss nicht mehr auf das Verwarngeld-Schreiben warten. Wer innerhalb von sieben Tagen über das Online-Portal bezahlt, bekommt überhaupt keine Post vom Ordnungsamt mehr. Erst nach Ablauf dieser Frist versendet die Bußgeldbehörde einen herkömmlichen Brief.

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„Das neue Verfahren vereinfacht den Verwaltungsaufwand und spart Portogebühren und Papier“, sagt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). Und das nicht so knapp: Briefe an 251 000 Falschparker hat die Bußgeldstelle 2018 verschickt, 119 057 Verwarnungen mussten in diesem Jahr bis zum 31. August verschickt werden. Wenn nur ein Viertel der erwischten Falschparker künftig zum Smartphone greift, könnten im Ordnungsamt Gelder und Arbeitszeit in merklicher Größe freiwerden.

Doch auch die Falschparker sollen vom Online-Bezahlen profitieren. „Nutzer von Mietwagen haben dann außerdem den Vorteil, das Verwarnungsgeld direkt bezahlen zu können und sparen sich damit die zusätzliche Gebühr der Mietwagenfirma.“ Gezahlt werden kann mittels Kreditkarte, Giropay, Sepa-Überweisungsvordruck oder Girocode. Der Hinweiszettel ist auf Deutsch und Englisch verfasst, im Internetportal kann sogar zwischen sieben Sprachen gewählt werden.

Das Online-Knöllchen, dessen Einrichtung sich das Ordnungsamt 22 000 Euro kosten lässt, ist der zweite Onlinedienst, den die Behörde den Dresdnern bei begangenen Ordnungswidrigkeiten anbietet. Im Februar 2018 startete bereits die Online-Anhörung, die es den Betroffenen ermöglicht, Tatbestände und Fotos bei Ordnungswidrigkeiten einzusehen und mit wenig Aufwand online Anmerkungen zu machen und zu bezahlen.

Von uh