Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Zoo freut sich über frisch eingetroffenes Koala-Weibchen
Dresden Lokales Dresdner Zoo freut sich über frisch eingetroffenes Koala-Weibchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 17.04.2019
Koala Sydney ist der neuste Zoobewohner. Sie kam am Dienstagabend in der sächsischen Landeshauptstadt an. Quelle: Foto: Jochen Leimert
Dresden

Es hat lange gedauert, doch jetzt darf der Dresdner Zoo endlich auch ein Koala-Weibchen halten. Nach neunstündiger Autofahrt traf die knapp zweijährige „Sydney“ aus dem Zoo Antwerpen am Dienstag um kurz vor 17 Uhr an der Tiergartenstraße ein.

Chauffiert wurde die junge Dame von ihrer belgischen Pflegerin Carina Pols, die dem possierlichen Beuteltier noch etwas bei der Eingewöhnung helfen wird. „Freitagmorgen werde ich mich verabschieden, dann fahre ich wieder zurück“, sagte Pols. Der Abschied der sehr zutraulichen „Sydney“ wird ihr sehr schwer fallen, denn das Weibchen ist die erste Aufzucht, die dem Zoo Antwerpen gelang.

Iraga zieht derweil hinter die Kulissen

Pols erklärte: „Wir haben doch ein bisschen gehofft, dass sie bei uns bleiben kann.“ Man habe sich gewünscht, für das verbleibende Weibchen in Antwerpen und für „Sydney“ ein Männchen zu bekommen, doch der Zuchtbuchführer für die Koalas in Europa, der im Zoo Duisburg ansässig ist, habe anders entschieden.

Die Freude beim Dresdner Revierleiter Olaf Lohnitz und seinen Mitarbeitern über das Votum aus Duisburg ist derweil groß, denn seit fast sechs Jahren haben sie auf eines der begehrten Weibchen gewartet, um die in der freien Natur Australiens sehr bedrohten Koalas in absehbarer Zeit züchten zu können.

Koala Sydney ist neu im Dresdner Zoo

„Sydney“, die am Mittwochvormittag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, bezog das rechte der beiden Schaugehege im Brandes-Haus, während „Mullaya“, eines der beiden Dresdner Männchen, in der linken Anlage zu sehen ist. „Iraga“, das andere Männchen, das wie „Mullaya“ aus dem Zoo Duisburg stammt und schon einige Jahre in Dresden lebt, zog hinter die Kulissen um. Er fühlt sich auch dort wohl, ist etwas sensibler als „Mullaya“, dem der Rummel mit den Besuchern wenig ausmacht. Im Gegenteil: „Er braucht ein bisschen die Action, will gucken, wenn ringsum etwas los ist.“

Sichtkontakt noch nicht hergestellt

Auf Nachwuchs müssen die Dresdner Tierfreunde aber noch eine Weile warten, denn die 4,6 Kilogramm schwere „Sydney“ ist noch nicht geschlechtsreif. Das werden Koalas erst mit zwei bis zweieinhalb Jahren. Mit wem sie zuerst verpaart wird, steht noch nicht fest: „Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen, welcher von beiden Männern zuerst am Start sein darf“, sagt Lohnitz. Das werde mit der zoologischen Leitung entschieden. Wann sie bereit ist, teile die junge Dame nach Koala-Art ihrer Umgebung selbst lautstark mit: „Sie ruft dann nach den Männchen.“

Die ersten Stunden der Eingewöhnung verliefen für „Sydney“ problemlos. Sie fraß gleich und weckte auch das Interesse ihres Nachbarn „Mullaya“, obwohl der sie wegen eines zur entspannteren Eingewöhnung angebrachten Sichtschutzes zwischen beiden Gehegen noch nicht erblicken konnte: „Den hat das schon interessiert, er ist im Gehege umhergelaufen. Wir haben heute früh Spuren in Ecken gefunden, wo er zuvor noch nicht war“, sagte Lohnitz.

Der erfahrene Pfleger kennt das Tier schon ein paar Tage länger, hat es in Antwerpen bereits besucht, um den Umzug vorzubereiten und die Haltung dort näher kennen zu lernen. Er ist guten Mutes, dass „Sydney“ Umzug nach Dresden ein Erfolg wird.

Von Jochen Leimert

Der April macht bekanntlich, was er will. Am Osterwochenende hält er sich mit Wetterkapriolen zum Glück zurück. Stattdessen beschert uns das Wetter Sonne satt und milde Temperaturen.

17.04.2019
Lokales Lade-Infrastruktur für E-Autos - Ionity stellt E-Säulen bei Dresden auf

Der Autobahnrasthof Dresdner Tor Nord hat jetzt vier Ladesäulen für Elektroautos. Aufgestellt hat sie die Ionity GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Volkswagen, Audi, Porsche und Ford.

17.04.2019

„Er war kalt, zeigte keine Zuneigung und war oft betrunken“: So beschrieb die 35-jährige Ehefrau am Dienstag vor Gericht Eduardo A. Ihr Mann soll am 28. Juli vergangenen Jahres die beiden gemeinsamen Töchter aus Rache getötet haben.

17.04.2019