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Lokales Dresdner Winzer mogelte Geld am Finanzamt vorbei
Dresden Lokales Dresdner Winzer mogelte Geld am Finanzamt vorbei
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17:10 06.11.2019
Quelle: dpa
Dresden

Weniger Steuern zahlen und mehr Geld im eigenen Portemonnaie ist eine sehr angenehme Sache. Wenn man sich allerdings die Steuern selber kürzt, währt die Freude nicht ewig. Auch wenn es eine Zeit dauert, irgendwann – und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche – kommt das Finanzamt drauf und ist dann ziemlich verstimmt.

Diese Erfahrung musste auch der bekannte Dresdner Winzer Klaus Z. machen, der sich am Mittwoch wegen Steuerhinterziehung vor dem Amtsgericht Dresden verantworten musste. Es ging um satte 277 000 Euro, die der 59-Jährige, der sich bisher nie etwas zu Schulden kommen ließ, von 2012 bis 2014 am Finanzamt vorbeigemogelt hatte.

Der Winzer hat seinen Weinberg in Pillnitz im Griff, in den er viel Arbeit, Zeit und auch Geld investiert, seine Tropfen sind lecker und begehrt, die Straußenwirtschaft läuft. Nur bei seinen Steuererklärungen war der Angeklagte – charmant formuliert – sehr nachlässig. Was er dem Fiskus an Unterlagen und Zahlen präsentierte, stimmte hinten und vorn nicht.

Angeklagter kooperierte mit Ermittlern

Zum einen hatte er, was den Verkauf und seine Straußenwirtschaft betraf, eine Handkasse – also eher eine Zettelwirtschaft als ein korrektes Kassensystem. Herr Z. hat da einfach den Überblick verloren, erklärte sein Anwalt.

Aber der Angeklagte hat auch bewusst geschummelt und frisierte Steuererklärungen eingereicht, was ihm heute leid tut. „Es war eine falsche Entscheidung, erzielte Einkünfte nicht richtig anzugeben.“

Als 2016 eine Betriebsprüfung angeordnet wurde, trat er die Flucht nach vorn an. Klaus Z. zeigte sich selbst beim Finanzamt an, half den Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung und zahlte ohne zu diskutieren den geschätzten Steuerschaden im selben Jahr zurück. Ganz genau konnte der nicht ermittelt werden.

„Eine Wiederholungsgefahr besteht bei Ihnen nicht“, war sich der Staatsanwalt bei dem Angeklagten sicher. Der Meinung war auch der Richter. Klaus Z. wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, und muss 5000 Euro an die Staatskasse zahlen. Der 59-Jährige nahm das Urteil an – es ist rechtskräftig.

Von Monika Löffler

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