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Lokales Dresdner Uniklinik entwickelt ein Frühchen-Tagebuch
Dresden Lokales Dresdner Uniklinik entwickelt ein Frühchen-Tagebuch
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14:51 01.02.2019
Professor Mario Rüdiger zeigt das Tagebuch, mit dem Eltern von Frühchen die Entwicklung ihrer Kinder dokumentieren. Quelle: UKD/Holger Ostermeyer
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Dresden

Im vergangenen Jahr erblickten 140 Kinder im Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus früher als erwartet das Licht der Welt. Zehn Prozent aller Kinder in Deutschland kommen zu früh, also vor der 37. Schwangerschaftswoche, auf die Welt. Die meist unterentwickelten Kinder benötigen eine besondere medizinische Versorgung. Am Dresdner Uniklinikum sind dann die Mediziner und Pfleger der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin gefragt. „Frühchen sind nicht krank. Wir müssen vermeiden, dass sie krank werden“, betont Professor Mario Rüdiger, Leiter des Bereichs in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Tagebuch-App steht in ganz Deutschland zur Verfügung

Am Uniklinikum wurden jetzt verschiedene Methoden entwickelt, um Eltern von Frühchen sowie deren positive Entwicklung zu unterstützen. In einem speziell konzipierten Tagebuch erfassen die Eltern unter anderem, wie sich die Babys entwickeln und welche Signale sie aussenden. „Langfristig haben wir bei zu früh geborenen Kindern, deren Eltern das Tagebuch geführt haben, eine bessere neurologische Entwicklung festgestellt“, erklärt Rüdiger. Das Tagebuch mit dem Titel „Wenn das Leben früh beginnt“ soll nun als App Eltern von Frühchen in ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Insbesondere Eltern müssen sensibilisiert und im Umgang mit ihren Kindern trainiert werden. Dafür wurde das Trainingsprogramm „Frühe Signale“ entworfen, dessen Finanzierung über Spenden möglich wurde. Weil sich bei Frühgeborenen Stress, Hunger oder Angst oftmals schwieriger erkennen lässt als bei normal Geborenen, unterstützt das Programm die Eltern dabei, die Signale und ihre Bedeutung zu erkennen.

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Charity-Partner des Dresdner Semperopernballs

Rüdiger engagiert sich ehrenamtlich als Vorstandsvorsitz in der Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene (DSKN). Viele der Projekte zur Beratung und Unterstützung von Eltern und ihren Frühgeborenen werden am Dresdner Uniklinikum erprobt. Weitere sollen folgen, dafür werben die Mitglieder Fördermittel und Spendengelder ein. Deshalb ist die Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene in diesem Jahr Charity-Partner beim Dresdner Semperopernball und wirbt um Spenden für die Arbeit der Mediziner. Neben Standorten in Leipzig und Chemnitz ist das Dresdner Universitätsklinikum eins von vier sächsischen „Level-1-Zentren“ mit entsprechender Ausrüstung und Expertise zur Versorgung von Frühchen.

Von awo

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