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Lokales Dresdner in Revisionsverhandlung wegen Mordes verurteilt
Dresden Lokales Dresdner in Revisionsverhandlung wegen Mordes verurteilt
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07:45 13.11.2019
Helmut K. war 2018 wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Quelle: Volker Hartmann/dpa
Dresden

Wegen Mordes wurde Helmut K. am Dienstag vom Landgericht Dresden in einer Revisionsverhandlung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der 62-Jährige hatte im Juni 2018 seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung in Leubnitz-Neuostra getötet. Neunmal schlug er der im Bett liegenden Frau mit einem Ein-Kilo-Hammer auf den Kopf. Die 77-Jährige starb an den schweren Verletzungen.

Dafür war Helmut K. 2018 wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Die damalige Kammer sah das Mordmotiv der Heimtücke nicht erfüllt – obwohl der Angeklagte seine arglos schlafende Frau erschlug. Es fehle die sogenannte feindselige Willensrichtung, hieß es.

Zwangsräumung stand an

Die Staatsanwaltschaft, die auf Mord plädiert hatte, legte Revision ein. Der BGH verwies den Fall an eine andere Kammer zurück. Die sah nach einer neuen Verhandlung das Motiv der Heimtücke durchaus erfüllt.

Das Paar hätte finanziell gut leben können, nur trug der spielsüchtige Angeklagte und gelegentlich auch seine Frau das Geld in Kasinos. Es häuften sich Schulden. Miete und Strom wurden nicht bezahlt – was sie nicht wusste. Ihm war, weil er Firmengelder unterschlug, gekündigt worden. Als die Räumung der Wohnung drohte, tötete er sie. „Ich habe den Entschluss gefasst, meine Gattin umzubringen, um ihr das alles zu ersparen.“ Darüber habe er nicht zu entscheiden gehabt, befand die neue Kammer.

Von ml

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