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Lokales So dreht das Dresdner Tatort-Team in Moritzburg
Dresden Lokales So dreht das Dresdner Tatort-Team in Moritzburg
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06:34 31.07.2019
Das Tatort-Team Dresden: Cornelia Gröschel, Martin Brambach und Karin Hanczewski (v.l.n.r.). Quelle: Anja Schneider
Moritzburg

Am Set des Dresdner Tatorts herrscht die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Diverses Filmequipment wird aus großen, weißen Lastwagen geladen, einige Mitar­beiter genehmigen sich eine erste Tasse mit Kaffee am Catering-Wagen.

Schauspieler Martin Brambach rollt derweil mit dem Taxi am Drehort an. Seine Kollegen begrüßt er recht herzlich. Acht Mal stand Brambach bereits in seiner Rolle als Kommissariatsleiter Michael Schna­bel vor der Kameralinse. Der neunte Dresdner Tatort mit ihm in der Hauptrolle wird aktuell produziert, er trägt den Namen „Die Zeit ist gekommen“.

Kein klassischer Tatort

Bis Mitte August dreht die Filmcrew in einem ehemaligen Kinderheim in Moritzburg. So viel sei schon verraten: Der Streifen wird kein klassischer Krimi, sondern vielmehr eine Familientragödie, bei der großes Fingerspitzengefühl gefragt ist. Es geht um einen Polizistenmord, eine junge Familie mit vorbestraftem Vater und eine Geiselnahme im Kinderheim.

„Der Film bietet wenig Platz für humoristische Eskapaden, die Ermittler sind dafür viel zu sehr in den Fall vertieft. Alle müssen gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärt Brambach während der Drehpause.

Die Tatort-Regie führt Stephan Lacant. „Er ist ein spannender Regisseur, der es versteht, eine Geschichte sehr beklemmend zu erzählen“, meint Brambach. „’Die Zeit ist gekommen’ ist wohl der Dresdner Tatort mit dem höchsten Realitätsniveau.“

Brambach bleibt

Martin Brambach ist seit 2016 Chef des Sachsen-Ermittlerinnen-Teams Winkler (Cornelia Gröschel) und Gorniak (Karin Hanczewski). Dem 51-Jährigen gefällt seine wandlungsfähige Rolle. Generell empfindet er die Arbeit am Tatort-Set als angenehm: „In der eigenen Geburtsstadt zu drehen, das ist sehr beglückend. Die drehfreien Tage nutze ich oft, um mir Dresden anzuschauen.“

Auch im nächsten Jahr wird Michael Schnabel weiter in der sächsischen Landeshauptstadt ermitteln, kündigt Brambach an: „Ich bin noch lange nicht ’Tatort’-müde. Solange die Drehbücher und die Kollegen interessant sind, macht die Arbeit viel Spaß.“

Ein prominenter Episodengast

Im Zentrum von „Die Zeit ist gekommen“ steht der Familienvater Louis, der von einem prominenten Episodengast verkörpert wird: Max Riemelt, bekannt durch seine Rollen in „Die Welle“ oder in der Serie „Im Angesicht des Verbrechens“. Zum ersten Mal spielt der 35-Jährige nun in einem Tatort mit. „Das Programm am Set ist ziemlich straff, der Drehtag wird sehr zugepackt. Das ist eine Herausforderung, doch das gefällt mir“, sagt Riemelt.

Dresden kennt der Schauspieler übrigens ziemlich gut: Seine Hauptrolle im Liebesdrama „Der Rote Kakadu“, benannt nach der legendären Dresdner Tanzbar, gab Riemelt 2006 einen gehörigen Schub. „Dresden im Sommer ist sehr schön. Am Sonnabend war ich mit dem E-Bike unterwegs. Ich muss sagen: In der Neustadt, wo ich damals Zeit verbracht habe, hat sich nicht viel verändert“, meint er.

Was im Kleiderschrank hängt

Nach nunmehr elf Drehtagen scheint sich das Tatort-Team gefunden zu haben. Diesen Prozess durchläuft die Crew jedes Mal – schließlich ändern sich beinahe mit jedem Tatort auch Regisseure und Drehbuchautoren. „Das ist oft gar nicht so leicht, weil wir mit einem Regisseur Ideen entwickeln, die ein neuer Regisseur dann vielleicht über den Haufen wirft“, erklärt Cornelia Gröschel, die in die Rolle von Kommissarin Leonie Winkler schlüpft.

Es sei schwierig, eine Konstante zu finden. „Ich möchte schließlich nicht, dass meine Figur jedes Mal völlig anders agiert oder aussieht“, so Gröschel weiter. „Ab und zu muss ich auch manchmal konsequent sein und sagen: Nein, so etwas hängt nicht in Leonies Kleiderschrank.“

Von Junes Semmoudi

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