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Lokales Dresdner Seenotrettung Mission Lifeline bekommt Friedenspreis
Dresden Lokales Dresdner Seenotrettung Mission Lifeline bekommt Friedenspreis
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20:51 14.02.2019
Kapitän Claus-Peter Reisch und das Rettungsschiff der Mission Lifeline.
Kapitän Claus-Peter Reisch und das Rettungsschiff der Mission Lifeline. Quelle: dpa /Mission Lifeline
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Dresden/Köln

Die Dresdner Seenotrettungsinitiative Mission Lifeline und der „Lifeline“-Kapitän Claus-Peter Reisch werden mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2019 ausgezeichnet. „Sie hätten im Mittelmeer aus eigenem Antrieb unter mutigem persönlichem Einsatz zahlreiche Menschen vor dem Tod durch Ertrinken gerettet“, teilte das Lew Kopelew Forum am Donnerstag zur Begründung mit. Damit ehre der Preis das humanitäre Anliegen der Initiative, auch stellvertretend für viele andere Seenotretter im Mittelmeer.

Das Rettungsschiff „Lifeline“ der in Dresden ansässigen Hilfsorganisation Mission Lifeline saß im Sommer 2018 fast eine Woche auf dem Mittelmeer fest, nachdem es rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Reisch wurde in Malta vor Gericht angeklagt.

Die Verleihung des Lew-Kopelew-Preises ist für den 7. April in Köln vorgesehen. Die Festrede werde der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn und die Laudatio der Vorsitzende des Lew Kopelew Forums, der ehemalige Tagesthemen-Moderator Thomas Roth, halten.

Bereits im Dezember wurden Reisch und die Mission Lifeline in Wien mit dem Preis zur Wahrung und Erhaltung der Menschenrechte 2018 geehrt. „Als Schiffskapitän ist es meine Pflicht, jedem zu Hilfe zu eilen, der auf See in Not gerät“, sagte Reisch dazu. Da müsse er nicht lange überlegen und sei sogar gesetzlich dazu verpflichtet. „Schließlich kann man niemanden, egal woher er kommt, ertrinken lassen.“

Von RND/dpa/iro

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